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26. 05. 2012
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Zahl der Presseverkaufsstellen in 2008 gestiegen


23.01.2009 15:54 von:

Schlagwörter: Presse-Grosso,Köln,Verband,Statistik,Jahresbilanz,2008,Presseverkaufsstelle

Wie der in Köln ansässige Bundesverband Presse-Grosse in seiner neuesten Einzelhandelsstrukturanalyse (EHASTRA) ermittelte, gab es 2008 erneut einen Rekord zu vermelden. Nie zuvor lag die Zahl der Verkaufsstellen für Zeitungen und Zeitschriften höher als im vergangenen Jahr, trotz sinkender Verkaufszahlen bei den meisten Printmedien. Deutschlandweit waren 120.351 Verkaufsstellen gemeldet, 1299 oder 1,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Positives Saldo von Zu- und Abgängen

In seiner Jahresbilanz verzeichnete der Presse-Grossistenverband 8823 neue Kunden, denen 7524 Abgänge gegenüber standen. In 4817 Fällen wechselte im vergangenen Jahr der Besitzer, hier stand der Kölner Verband beratend zur Seite, um die Sortimente des Vorgängers den eigenen Bedürfnissen und Wünschen anzupassen. Der größte Teil der Presseverkaufsstellen lag auch 2008 im so genannten "ZZ-Kunden-Segment" (Zeitungen und Zeitschriften). Hier gab es nur einen leichten Anstieg um 330 Einzelhändler auf 95.687. Die Zahl Einzelhändler, die ausschließlich mit Tageszeitungen versorgt werden, erhöhte sich hingegen um 1073 oder 4,7 Prozent auf 23.891. Der Marktanteil der Facheinzelhändler blieb mit 2,3 Prozent stabil, teilte der Verband weiter mit.

Aldi-Effekt bewirkt starke Zunahme der Discounter

Die Zunahme der Presseverkaufsstellen geht jedoch im Wesentlichen auf die Erschließung des Discounters Aldi-Nord zurück. Der hatte im Frühjahr 2008 seine Märkte für Presseartikel geöffnet, hieß es dazu weiter. Durch diesen neuen Großkunden von Presse-Grosso erhöhte sich die Zahl der Verkaufsstellen bei so genannten Discountern um 42,3 Prozent auf 9431. Ihr Anteil am Gesamtvolumen stieg demnach auf 7,8 Prozent und erzielte damit den höchsten Anstieg aller Zielgruppen des Pressegrossistenverbandes. An zweiter Stelle folgen Bäckereien mit einem Anstieg von 3,2 Prozent oder 857 neuen Verkaufsstellen. Die Verkaufsstellen in kleineren Lebensmittelläden und reinen Fachgeschäften ging hingegen deutlich zurück. Mehr als die Hälfte aller Verkaufsstellen erzielte allerdings mit dem Verkauf von Presseartikeln nicht einmal 250 Euro pro Woche. Der Anteil der umsatzstärksten Presseverkaufsstellen mit Wochenumsätzen von 1000 Euro und mehr sank jedoch binnen eines Jahres von elf auf zehn Prozent.

Die Analyse des Zeitungsmarktes wurde erstmals nach dem neuen Konzept ausgearbeitet. Die Strukturdaten können nach der Umstellung zukünftig im wöchentlichen Abstand an interessierte Verlage und Vertriebsgesellschaften geliefert werden. Presse-Grosse und der Bundesverband der Deutschen Zeitschriftenverleger VDZ hatten das Konzept zuvor erarbeitet.







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