26. 05. 2012
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Zeitungsverleger sorgen sich um Pressefreiheit
Der Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger BDZV hat am gestrigen Tag der Pressefreiheit auf die weltweiten Angriffe auf dieses Grundrechts aufmerksam gemacht. BDZV-Präsident Dr. Helmut Heinen, Herausgeber der Kölnischen Rundschau, wies auf die zahlreichen Verstöße in verschiedenen Ländern hin, die sich gegen die dort tätigen Kolleginnen und Kollegen ereigneten. Verhaftungen sind da noch die harmlose Variante. Systematische Verfolgungen, Folter und sogar der Tod ist in manchen Ländern der ständige Begleiter der dort tätigen Redakteure, Journalisten und Verleger. Es sei nicht zu ertragen, wie das Recht auf Meinungs- und Pressefreiheit in vielen Ländern der Welt ignoriert werde, erklärte Heinen bereits am Vortag Berlin. Publikationen würden zensiert und verboten, Verlage geschlossen, weil sie den jeweiligen Machthabern missliebig seien, so der BDZV-Präsident weiter.
Trotzdem gebe es Hoffnungszeichen. Vor allem in Ägypten und Tunesien habe die zurückliegende Ablösung der alten Regime die Hoffnung keimen lassen, dass nun auch eine unabhängige Presse ihre Arbeit aufnehmen könne. Am Vortrag des gestrigen weltweiten Gedenktages widmete der Verband diesem Thema eine eigene Podiumsdiskussion mit dem Titel "Despotendämmerung". Partner dieser Veranstaltung waren der Deutsche Journalistenverband und die Organisation Reporter ohne Grenzen. "Verstöße gegen die Pressefreiheit geschehen täglich, vor unser aller Augen und auch ganz in unserer Nähe", so Heinen mit Hinweis auf das jüngst beschlossene Mediengesetz im EU-Mitgliedstaat Ungarn. 58 Menschen seien im vergangenen Jahr in Ausübung ihres Berufs getötet, weitere 151 inhaftiert worden. Davon betroffen ist auch der Preisträger der "Goldenen Feder der Freiheit", Dawit Isaak aus Eritrea. Oft sei internationale Aufmerksamkeit und das ständige Erinnern daran "die einzige Rettung vor der Verfolgungswut totalitärer Regime", betonte der BDZV-Präsident abschließend.

























