26. 05. 2012
Seite drucken
ARD und ZDF trennen sich am Vormittag
Die beiden öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramme des Ersten (ARD) und des Zweiten Deutschen Fernsehens werden künftig am Vormittag keine gemeinsamen Nachrichen mehr produzieren. Der ARD-Programmbeirat bedauerte die Entscheidung der Mainzer Verantwortlichen, wie der Sender am vergangenen Mittwoch mitteilte. "Die Nachrichtenkooperation mit dem ZDF am Vormittag funktioniert seit Jahrzehnten bestens und ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit der beiden öffentlich-rechtlichen Programmanbieter im Sinne der Zuschauer und der finanziellen Vernunft. Für den ARD-Programmbeirat ist der plötzliche Sinneswandel des ZDF daher unverständlich. Das ZDF hat die ARD damit in Zugzwang gebracht, über eine Ausweitung des eigenen Nachrichtenangebots nachzudenken”, erklärte Petra Zellhuber-Vogel, Vorsitzende des ARD-Programmbeirats.
Der Ausstieg aus der Nachrichtenkooeration war auch bei der jüngsten Sitzung des ARD-Programmbeirats Thema einer erneuten Aussprache. Am kommenden Montag und Dienst findet in Bremen eine weitere Sitzung eines wichtigen Gremiums statt. Dann treffen sich die Intendanten der ARD-Sender erneut, um über die Reaktionen auf diese Kündigung zu beraten. Der Programmbeirat ist ein Gremium mit beratender Funktion, bestehend aus neun Rundfunkräten, dem ARD-Programmdirektor sowie den Intendantinnen und Intendanten der ARD-Landesrundfunkanstalten.

























