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26. 05. 2012
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Prosieben setzt auf Informationssendungen für junge Menschen


01.12.2011 10:22 von:

Schlagwörter: München,Köln,Fernsehsender,Beirat,Stoiber,2011,November,Pilotprojekt,Offensive

Der Medienkonzern ProsiebenSat.1 will eine Offensive in Richtung jüngerer Fernsehzuschauerinnen und -zuschauer starten. Wie der Beirat des Medienkonzerns mit seinen beiden Hauptsendern Prosieben und Sat.1 am vergangenen Diensta beschloss, zielt die jüngste Offensive auf die Entwicklung neuer Informationssendungen für jüngere Menschen. Dazu soll bereits in Kürze ein Pilotprojekt gestartet werden, hieß es dazu weiter. Das Projekt soll mit einer großen, deutschen Journalistenschule und einem Online-Medium in enger Abstimmung durchgeführt werden und auf drei Jahre angelegt sein, so der Beschluss des Beirats. Ziel ist es, im aktiven Dialog mit der Politik zeitgemäße Formen der Präsentation komplexer Zusammenhänge zu finden, die insbesondere die Vernetzung von TV-, Online- und mobilen Medien berücksichtigen. Das Projekt wird zunächst mit 500.000 Euro finanziert. Ein Projektteam wird sich unmittelbar um die Auswahl der externen Partner kümmern, erklärte der Sender am gestrigen Mittwoch in einer Presseerklärung.

"Die Demokratie lebt davon, dass Medien den Prozess der politischen Willensbildung begleiten. Dabei sind die privaten Sender mit ihrer enormen Reichweite bei jungen Leuten immer wichtigere Multiplikatoren. Ich halte es für sehr verantwortlich und absolut zukunftsgerichtet, dass ProSiebenSat.1 mit seinem Know-How und einem beachtlichen Budget neue Formate entwickeln will. Und auch die Politiker sollten sich öffnen für neue Formen der Politikvermittlung, wenn sie die Wähler von morgen noch erreichen wollen“, kommentierte der Beiratsvorsitzende, Dr. Edmund Stoiber. "Mit Sendungen wie "Galileo" oder "TV Total Bundestagswahl" haben wir bewiesen, dass Informationsendungen für junge Leute, die sich mit wirtschaftlichen oder politischen Fragen befassen, äußerst erfolgreich sein können - wenn die Mittel richtig gewählt sind“, ergänzte Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media AG.

Im weiteren Verlauf identifierten die Beiratsmitglieder fünf Kernthemen für ihre medienpolitischenn Forderungen. Ziel sei es dabei, den Medienstandort Deutschland entsprechend zu stärken und so der Herausforderung wachsender Internationalisierung etwas entgegen zu setzen. Das eigene Angebot sollte dabei weiterentwickelt werden, so der Grundkonsens im Beirat. Das gilt insbesondere für die „Wiederherstellung der Aufgabenstellung zwischen öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Medienunternehmen“. Werbung und Sponsoring dürfen nur dem privaten Rundfunk erlaubt sein. Das Unternehmen fordert eine Liberalisierung der strikten Werberegulierung, hieß es dazu weiter. Außerdem forderte der Sender und sein Beirat eine Überarbeitung des Medienkonzentrationsrechts. Entgegen jüngsten Vorstößen soll auch das Urheberrecht gestärkt werden, ebenso wie die leistungsschutzrechtliche Position von Medienunternehmen generell. Die nächste Sitzung des Beirats findet im Februar 2012 statt.







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