26. 05. 2012
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WDR und NDR wollen Zusammenarbeit ausweiten
Der Westdeutsche Rundfunk WDR und der Norddeutsche Rundfunk NDR wollen zukünftig die Zusammenarbeit der beiden Sender intensivieren. Beide sind bereits seit langem in gemeinsamen Projekten engagiert, doch nun soll die Kooperation ausgeweitet werden, wie beide Sender in einer gemeinsamen Presseerklärung am heutigen Freitag mitteilten. Konkret geht es um die Produktion eines gemeinsamen Nachtprogramms der beiden Hörfunkwellen WDR 2 und NDR 2. Das wurde auf der heutigen Direktorenkonferenz in Hamburg vereinbart. Auf WDR 2 soll ab Beginn kommenden Jahres das Programm des NDR 2 übernommen werden. Der Name der Sendung wird geändert in "WDR 2 und NDR 2: Die Nacht". Außerdem sollen auf den drei WDR-Hörfunkwellen WDR 2, WDR 5 und 1Live zukünftig mit jeder vollen Stunde zwischen 1 und 5 Uhr die Nachrichten aus der NDR-Redaktion zu hören sein, hieß es dazu weiter.
Auch beim Programmankauf wollen beide Seiten sich zukünftig noch enger abstimmen und dadurch Kostenvorteile realisieren. "Die enge Zusammenarbeit von NDR und WDR hat eine gute und lange Geschichte, die jetzt um ein Kapitel erweitert wird. Die Kooperation ermöglicht uns einen sinnvollen Umgang mit Ressourcen, ohne dass wir unsere regionale Verankerung verlieren", erklärte WDR-Intendantin Monika Piehl. "Neben Radio Bremen zählt mit dem WDR auch der größte Sender zu unseren wichtigsten Kooperationspartnern in der ARD. WDR und NDR passen schon wegen der nachbarschaftlichen Nähe und der gemeinsamen Tradition sehr gut zueinander", ergänzte NDR-Intendant Lutz Marmor. Hochwertige Programme zu günstigen Kosten sei das Ziel der Vereinbarung, ließen die Verantwortlichen verlautbaren. Im Bereich der hauseigenen Hörfunkwellen gibt es bereits seit Jahren konkrete Kooperationen. So werden beispielsweise die WDR-Hörfunksendungen "Mittagsecho" oder "Echo des Tages" im wöchentlichen Wechsel von jeweils einer Redaktion produziert und dann auf den Hörfunkwellen beider Sender abgespielt. Gleiches gilt für andere Hörfunk-Formate wie "Echo der Welt", "Der satirische Jahresrückblick" oder "Zeitzeichen". In Brüssel und Washington betreiben beide Sender zudem ein gemeinsames Hörfunkstudio.
Neben der Zusammenarbeit beim Radio sollen auch die Fernsehaktivitäten enger miteinander koordiniert werden. Ein erstes konkretes Ergebnis ist die gemeinsame Initiative von WDR und NDR und in Abstimmung mit dem Bayerischen Rundfunk zur Finanzierung von Tier- und Naturfilmen. Damit soll die hohe Qualität in diesem bei den Zuschauern beliebten Genre erhalten bleiben; zugleich versprechen sich die Sender durch den gemeinsamen Programmankauf Kostenvorteile. Darüber hinaus haben WDR und NDR Kooperationen in den Bereichen Unterhaltung und Dokumentationen beschlossen. So wurde vereinbart, dass der NDR sich an der WDR-Sendung "Das Schlagzeilenquiz" beteiligt. Die Sendungen werden in den Dritten Programmen beider Häuser ausgestrahlt. Auch bei der zukünftigen Zusammenarbeit in den Bereichen Technik und Produktion wollen beide Häuser Kostenvorteile realisieren, hieß es dazu abschließend.

























