26. 05. 2012
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Kölner Bezirksregierung sieht sich als Vorreiter in Sachen Umweltschutz
Die Kölner Bezirksregierung hatte in der vergangenen Woche zu einem zweitägigen Workshop eingeladen. Experten aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten nahmen an der Veranstaltung im Kölner Maternushaus teil. Thema der Veranstaltung war die Vorstellung einer neuen Bewertungsmethode zur Risikoermittlung von industriellen Anlagen, wie die Verantwortlichen ausführten. Auch Experten aus Island, Kroatien und Mazedonien anwesend.
Die Umweltexperten der Kölner Genehmigungsbehörde stellten dabei eine neue Methode zur Bewertung der Umweltrisiken von Industrieanlagen vor. Diese wurde von der internationalen Projektgruppe „Easy Tools“ in den vergangenen zwei Jahren unter der Leitung der Bezirksregierung Köln entwickelt. Damit werden die Anlagen nach ihrem Umweltrisiko klassifiziert. Wichtige Faktoren sind unter anderem Umweltbeeinträchtigungen, die Nähe der Anlage zur Wohnbebauung oder die Bereitschaft des Betreibers zur Beachtung der Vorschriften. Die neue Methode wurde dabei mit einer neuen Internetanwendung verknüpft, die das Anlagenranking erleichtert.
Mit der Software-Innovation und der dahinter stehenden Methodik sieht sich die Bezirksregierung als Vorreiter in Sachen Umweltschutz in Europa. Die EDV-Anwendung soll bereits im folgenden Jahr allen interessierten, europäischen Umweltbehörden kostenlos bereit gestellt werden. Damit setzt die Mittelbehörde auch die Anforderungen einer neuen EU-Richtlinie, der so genannten Industrieemissionsrichtlinie 2010/75/EU, um. Ab 2013 sind alle EU-Mitglieder dazu verpflichtet, ihre besonders „umweltrelevanten“ Industrieanlagen in einem ein- bis dreijährigen Turnus zu überprüfen. Die neue Lösung basiert auf Vorarbeiten, mit denen sich die Kölner Bezirksregierung bereits seit Jahren beschäftigt. Nach Angaben der Bezirksregierung stieß die vorgestellte EDV-Anwendung auch bei den internationalen Umweltexperten auf Akzeptanz.

























