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31. 10. 2014
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Gewerkschaft NGG gegen Verschärfung des Nichtraucherschutzes


26.01.2012 11:00 von:(red)

Schlagwörter: Gewerkschaft,Appell,Nichtraucherschutz,Gesetz,Rot-Grün,SPD,Grüne,Kneipensterben

Die Gewerkschaft NGG hat nun an die Landesregierung appelliert. Das geplante rigorose Rauchverbot gehe zu weit. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Nach den Diskussionen der vergangenen Wochen und Monate um einen verschärften Nichtraucherschutz haben nun auch in der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG zu einer Meinungsbildung geführt. Zwar unterstützt die Einzelgewerkschaft grundsätzlich das Nichtraucher-Gebot, aber eine absolutes Rauchverbot für alle Kneipen und Gaststätten im bevölkerungsreichsten Bundesland halten die Gewerkschaftler für überzogen. Sie fordern nun eine „eckkneipenpolitische Notbremse“. Adressat der entsprechenden Presseerklärung ist dabei vor allem die SPD, die mit den Grünen in NRW eine Minderheitsregierung bildet. Eine Verschärfung, ähnlich der in Bayern, halten die Verantwortlichen der NGG für „zu starken Tobak“.

Die Gewerkschaftler sahen sich zu dieser Mitteilung gezwungen, nachdem Einzelheiten der Planungen in den Reihen der Düsseldorfer Landesregierung bekannt wurden. Schon länger sind den Gesundheitsschützern die zahlreichen Ausnahmeregelungen ein Dorn im Auge, sie fordern ein generelles und rigoroses Rauchverbot. „NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens setzt die Kneipenlandschaft in Köln und damit auch ein Stück Kultur aufs Spiel. Zur Eckkneipe gehören das Bier und die Frikadelle genauso wie die Zigarette“, erklärte Ernst Busch. Der Geschäftsführer der NGG Köln. Nicht nur die Gewerkschaft, auch der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA befürchten bei entsprechender Umsetzung eine Fortsetzung des „Kneipensterbens“. Das gefährde zudem Arbeitspläze in Brauereien, der Tabakindustrie, aber auch in der Getränkewirtschaft.

Nichtraucherschutz sei generell begrüßenswert und auch wichtig, schließlich gebe es auch die Pflicht, Mitarbeiter vor den schädlichen Einflüssen des „blauen Dunstes“ zu schützen. „In der Kneipe steht aber meistens der Wirt selbst am Zapfhahn. Und für ihn gehört der Griff zur Zigarette nun einmal zur Selbstverständlichkeit bei der Arbeit“, sagt der NGG-Geschäftsführer. Ganz im Gegensatz zu zahlreichen Initiativen, die unverändert Druck auf die Politik machen, habe es vonseiten der Beschäftigten hinter den Tresen bislang kaum Beschwerden gegeben, so die Gewerkschaft weiter. „Köln hat schon jetzt ein breites gastronomisches Angebot für Nichtraucher. Schließlich wird auch kein Vegetarier genötigt, ins Steakhouse zu gehen“, so Busch weiterhin. Die NGG mache sich daher für die Wahlfreiheit der Raucher und Nichtraucher stark.







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