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23. 07. 2014
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NRW: Tierschützer kritisieren Bauernverband


20.01.2012 10:30 von:(red)

Schlagwörter: Kritik,Deutscher Bauernverband,Tierschützer,Verbraucherschützer,Grüne Woche

Die Kritiker der Agrarindustrie wollen zurück zu einer bäuerlichen Agrarstruktur. Symbolbild: www.pixelio.de/Uschi Dreiucker

Vor den Türen der Grünen Woche in Berlin demonstrieren Landwirte und Tierschützer derzeit im Protest gegen die Agrarindustrie und ihre Strukturen Einigkeit. Doch längst nicht alle Landwirte und schon gar nicht der Deutsche Bauernverband sind nach dem Geschmack der Tierschützer. Wie die Neue Ruhr-Zeitung (NRW) in ihrer heutigen Freitagsausgabe berichtete, haben Tier- und Verbraucherschützer nun heftige Kritik an den Aussagen des Deutschen Bauernverbands geübt. Hintergrund ist eine Stellungnahme des Bauernverbandes zum Thema Massentierhaltung. Den Verantwortlichen werfen die Kritiker Zynismus vor, wie das Blatt nun berichtete.

"Fakt ist, dass die Vertreter der Agrarindustrie mit immer intensiveren Haltungsbedingungen eine immer billigere Produktion im Visier haben, um ihren Gewinn zu maximieren. Es ist zynisch, dafür nun dem Verbraucher die Schuld zuzuschieben", erklärte der Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes, Marius Tünte, der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung. Der Bauernverband hatte den Endkunden zuvor vorgeworfen, sie wären beim Kauf von Lebensmitteln zu sehr auf den Preis fixiert. Ob es sich bei den Lebensmitteln aber tatsächlich um „Qualitätsprodukte“ handelt, lasse sich an der Verpackung oft genug gar nicht erkennen, so Ernährungsexperten Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale gegenüber der Zeitung.

Unterstützung erhielten die Kritiker dabei auch der AbL, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Die nahmen sich die Politik grundsätzlich zur Brust. "Der Bauernverband sollte die Interessen der Bauern vertreten, setzt sich aber für die der Industrie ein", sagte der AbL-Vorsitzende Friedrich-Wilhelm Graefe zu Baringdorf. Aus den Reihen der Gescholtenen zeigte man sich davon unbeeindruckt. Durch die große Preisfixierung habe gerade der Verbraucher dafür gesorgt, dass der ökonomische Druck auf die Landwirte eine solche Massentierhaltung gerade erst hervorruft. Die Abkehr von der Praxis der Massentierhaltung wird erst dann erreicht sein, wenn die Verbraucher diese Fixierung aufgeben, so Heinricht Graf von Bassewitz, Ökobeauftragter des Bauernverbandes gegenüber der Zeitung.







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