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28. 07. 2014
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75.000 Euro Landeszuschuss für Kölner Rubicon


13.02.2012 16:30 von:(red)

Schlagwörter: Rubicon,Beratungsprojekt,AIDS,Migranten,Homosexuelle,Landeszuschuss

Die Beratungskompetenz für Migranten mit gleichgeschlechtlicher Präferenz hat überzeugt. Das Beratungsprojekt „Rubicon“ erhält nun 75.000 Euro Förderung des Landes. Bild: Screenshot

Die Kölner Beratungsstelle für Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen Rubicon wird zukünftig 75.000 Euro aus dem Etat des Landesintegrationsministeriums erhalten. Wie die rot-grüne Minderheitsregierung am heutigen Montag mitteilte, habe NRW-Staatssekretärin Zülfiye Kaykın die Unterstützung des Kölner Beratungsprojekts am heutigen Montag in Düsseldorf offziell bestätigt. Damit fördere man „Anlaufstellen für mehrfach diskriminierte Menschen“, hieß es dazu aus dem Ministerium weiter. Rund eine Viertel Million Menschen haben in NRW einen Migrationshintergrund und sind zugleich schwul oder lesbisch. Viele der Migranten stammen dabei aus Staaten, die mit Homosexualität deutlich weniger tolerant umgehen, wie dies in Deutschland und gerade auch in Köln die Regel ist.

Staatssekretärin Kaykın weiß, wovon sie spricht. Erfahrungen von systematischer Benachteiligung bis hin zum offenen Hass prägen nicht selten die Haltungen der verschiedenen ethnischen Communities, die es im bevölkerungsreichsten Bundesland gibt. „Wer sich vor diesem Hintergrund zu seiner sexuellen Orientierung bekennt, wird oft ausgegrenzt der benachteiligt“, so Kaykın weiter.

Umso wichtiger sei es, diejenigen zu stärken, die sich gerade auch in diesem Bereich vorwagen und seit Jahren Vorbildliches leisten, wie Kaykın weiter ausführte. Das Kölner Beratungsprojekt Rubicon ist so ein Leuchtturm und basiert auf eine der frühesten Initiativen in diesem Bereich überhaupt. Bereits 1975 gründete sich der Verein „Sozialwerk für Lesben und Schwule e.V.“, aus dem später weitere Vereine und auch das Beratungsprojekt Rubicon hervorgingen. Insbesondere die „kultursensible Beratung“ hatten es der Ministerin offenkundig angetan. Das Geld soll neben der weiteren Finanzierung der insgesamt 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rubicon auch der Erarbeitung eines Praxisleitfadens dienen. Denn viele Betroffene scheuen gerade wegen der vielfältigen Anfeindungen und als „doppelt Diskriminierte“ besonders den Gang in das Hilfesystem. Das sei in Köln anders, lobte die Staatssekretärin abschließend.







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