26. 05. 2012
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Kongress zur Gender-Gerechtigkeit ein voller Erfolg
Am gestrigen Freitag trafen sich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf mehr als 200 Interessierte, um über Verbesserungen bei der so genannten "Gender"-Politik zu debattieren. Auch an den Hochschulen gebe es Nachholbedarf, so die These von Landeswissenschaftsministerin Svenja Schulze. Das bevölkerungsreichste Bundesland ist mit dieser Veranstaltung nach Ansicht des Ministeriums Pionier in Sachen Gender-Gerechtigkeit. "Die intensiven Diskussionen haben gezeigt, dass gute Gender-Politik ein wesentliches Mittel zur Qualitätssteigerung an Hochschulen ist", so Schulze weiter. Unter den Gästen waren viele Vertreter der Hochschulleitungen von Universitäten und Fachhochschulen. Ziel war die Entwicklung von Handlungsempfehlungen an den Arbeitgeber Land und die Hochschulen.</ü>
Wie die Ministerin bestätigte, gab es eine Fülle von Anregungen. Die zuständige Ministerin sprach sich nach der Veranstaltung dafür aus, die vorhandenen Strukturen und Kompetenzen des Netzwerks Frauenforschung zu erhalten und auch für Diversity Management zu nutzen. Gleichstellungsaufgaben sollten künftig auch wieder von Studentinnen wahrgenommen werden können. Die Ministerin plädierte dafür, das vorhandene Gender-Wissen zukünftig stärker institutionell zu verankern. "Für die Zielvereinbarungen, die Frauenförderpläne, und die leistungsorientierte Mittelvergabe nehme ich konkrete Ideen mit", bestätigte die Ministerin. Gleichstellungsbeauftragte und Landespolitik sollten auch künftig an einem Strang ziehen, so die Zielsetzung der Landesregierung.
Gerade im Bereich der Ingenieurwissenschaften müssen die Anstrengungen nach Meinung der SPD-Politikerin aber deutlich erhöht werden. "Differenzierte Betrachtungsweise" nennt die Ministerin die Situation, in der im Gegensatz zu anderen Studienbereichen die Absolventenquote bei den Frauen deutlich unter dem Durchschnitt liegt, allerdings gibt es auch hier deutliche Unterschiede. Wie aber schafft man es, unter den weiblichen Abiturientinnen mehr Interesse für ein Ingenieurstudium zu erzeugen. Eine Möglichkeit wären so genannte "monoedukative Lehrangebote" an den technikorientierten Hochschulen des Landes, ein Vorschlag aus den Reihen der Praktikerinnen , wie die Ministerin betonte. "Das eröffnet den Hochschulen die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen", hofft Schulze. Mit einer so genannten "Charme-Offensive" soll aber auch generell das Interesse an den so genannten "MINT-Fächern" erhöht werden. Das gelte übrigens auch für Männer.
In jedem Fall soll es eine Fortsetzung geben, wie Schulze nach dem Kongress betonte. Neben der Notwendigkeit einer "gendersensiblen Ausrichtung der Studiengänge und der Lehre" müsse man auch zukünftig den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren verstetigen. "Der Input über mögliche Maßnahmen, den ich mitnehme ist gewaltig. Wir werden diesen Kongress zukünftig regelmäßig ausrichten". Bis Ende dieses Jahres werde es zur Premierenveranstaltung zudem eine entsprechende Dokumentation geben, so die Ministerin abschließend.

























