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26. 05. 2012
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Landesarbeitsminister Schneider fordert Verbesserungen bei gesetzlicher Rente


14.12.2011 20:29 von:

Schlagwörter: NRW,Landesarbeitsminister,Guntram Schneider,2011,Forderung,Bundesregierung,Rente

Alterarmut wird auch in Deutschland zu einem immer weiter verbreiteten Phänomen. Landesarbeitsminister Guntram Schneider hat anlässlich der gestrigen Hauptversammlung des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Münster Verbesserungen bei der gesetzlichen Rente gefordert. “Arbeitslosigkeit und der wachsende Niedriglohnsektor führen dazu, dass immer weniger Menschen im Alter eine auskömmliche Rente beziehen werden. Hier muss die Bundesregierung energisch gegensteuern“, so der frühere Gewerkschaftsfunktionär und SPD-Politiker vor den versammelten Mitgliedern. Die Zahlen sprechen nach Meinung des Ministers eine klare Sprache.

So ist nach Angaben des Ministeriums allein in den ersten sechs Jahren seit Einführung der Grundsicherung im bevölkerungsreichsten Bundesland die Zahl der über 65-jährigen Leistungsempfänger um etwa die Hälfte gestiegen, genauer von rund 73.000 im Jahr 2003 auf rund 108.000 in 2009. Neuere Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber der Trend dürfte sich auch in den vergangenen beiden Jahren nicht wirklich geändert haben. Eine Lösung sind vor allem mehr sozialversicherungspflichtige Jobs und ein auskömmliches Lohnniveau. Darüber hinaus sollen mittelfristige Verbesserungen nicht für Beitragssenkungen, sondern für ein verbessertes Leistungsniveau verwendet werden, forderte Schneider. So ist schon heute absehbar, dass die steigende Anzahl von „Niedriglöhnern“ in der Zukunft die Zahl der „Armen“ im Alter weiter steigen lassen wird. Der Minister fordert hier unter anderem eine bessere Absicherung von langjährig Versicherten im Niedriglohnbereich durch eine Weiterentwicklung der Rente nach Mindesteinkommen.

Auch bei älteren Arbeitnehmern sieht der Minister Handlungsbedarf. Zwar habe sich die Erwerbstätigenquote in der Altersgruppe der 55- bis 64-Jährigen von 38,1 Prozent im Jahr 1997 auf inzwischen 51,5 Prozent erhöht. Doch im Umkehrschluss ist noch immer fast jeder zweite ältere Arbeitnehmer nicht Teil des ersten Arbeitsmarktes. Hier seien die Arbeitgeber gefragt, alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze anzubieten, die es möglich machten, dass ältere Beschäftigte auch tatsächlich im Job und bei guter Gesundheit das Rentenalter erreichen können, sagte Schneider. Ein weiteres Problem ist das hohe Armutsrisiko von Bezieherinnen und Bezieher von Erwerbsminderungsrenten. Die müssten hohe Abschläge ihrer Renten hinnehmen und könnten nicht ausreichend privat vorsorgen. Auch für sie müsse es deutliche Verbesserungen geben, so der abschließende Hinweis in Richtung Berliner Regierungskoalition.







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