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28. 08. 2014
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Landesbauminister wirbt für mehr „Dialog auf Augenhöhe“


07.02.2012 10:45 von:(red)

Schlagwörter: Landesbauministerium,Geschäftsstelle,IFOK GmbH,Bauprojekte,Vermittlung

NRW-Bauminister Harry K. Voigtsberger will mehr „Dialog auf Augenhöhe“. Nun gibt es eine neue Geschäftsstelle im Ministerium. Bild: Staatskanzlei NRW/Ralph Sondermann

Angesichts der sich verschärfenden Widerstände großer Teile der Bevölkerung gegen Großbauvorhaben und die massiv geäußerte Kritik hat NRW-Wirtschaftsminister nun mehr „Dialog auf Augenhöhe“ gefordert. Mit der neuen Geschäftsstelle „Dialog schafft Zukunft“ will das Landesministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr nun auf die gestiegenen Herausforderungen an die Kommunikation solcher Bauvorhaben reagieren und eine Anlaufstelle einrichten. Die Kritik an „denen da oben“ zieht sich durch alle Arten von Bauprojekten, ob es nun um den Bau neuer Kraftwerke geht oder eine neue Verkehrsverbindung bzw. der Ausbau solcher Strecken. „Die Menschen wünschen sich frühzeitige Informationen über Infrastruktur- und Industrieprojekte“, beschrieb Minister Harry K. Voigtsberger die Ausgangssituation.

„Die Bürger wollen beteiligt werden. Nur wenn es gelingt, aus Betroffenen Beteiligte zu machen und alle Interessen an einen Tisch zu bringen, kann unser Land ein starker Wissens- und Wirtschaftsstandort bleiben“, so Voigtsberger zu den Aufgaben der neuen Geschäftsstelle „Dialog schafft Zukunft“, die dieser Tage ihre Arbeit aufgenommen hat. An der Sinnhaftigkeit des einen oder anderen Großprojekts ließ der Minister allerdings keine Zweifel. Das gelte sowohl für die Industrieinfrastruktur als auch für Verkehrsprojekte. „Wir brauchen eine neue Kultur des nachhaltigen, gesellschaftlich tragfähigen Wirtschaftens. Diese Kultur muss von Dialog, Transparenz und Beteiligung geprägt sein“, so das Anliegen des Ministers.

Die neue Geschäftsstelle ist dabei als „neutrale und überparteiliche Dienstleistungsagentur“ konzipiert. Sie soll professionelle Beteiligungsprozesse fördern und so die Balance zwischen wirtschaftlich notwendigen Investitionen und der Lebensqualität der Bürger bewahren. Dabei unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Akteure vor Ort, indem sie über Methoden, Lösungsansätze und Beispiele aus der Praxis informieren. Die IFOK GmbH wird die neue Einrichtung betreuen. Das Unternehmen ist auf Netzwerkmanagement spezialisiert, hieß es dazu aus dem Ministerium. Das entsprechende Fachkompetenzteam besteht aus dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen, der auf Planungs- und Umweltrecht speziialisierten Anwaltssozietät Andrea Versteyl Rechtsanwälte, dem Forschungszentrum für Umweltpolitik an der FU Berlin sowie dem Kölner Institut der deutschen Wirtschaft, hieß es dazu abschließend.







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