26. 05. 2012
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Landesbeirat neu konstituiert
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die Potenziale junger Menschen mit Migrationshintergrund effizienter nutzen. Dazu sind auch geeignete Gremien notwendig, die den Austausch und die Debatte um gute Lösungen befördern. Eines dieser Gremien ist der Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, der sich am heutigen Mittwoch in Düsseldorf neu konstituierte. Landesarbeits- und Sozialminister Guntram Schneider und seine Staatssekretärin Zülfiye Kayk?n haben dabei vor allem die rund 700.000 Spätaussiedler als Zielgruppe ihrer Integrationsbemühungen im Blick. Die sind im Laufe der vergangenen 20 Jahren in das bevölkerungsreichste Bundesland gezogen und sollen nun noch effizienter und besser integriert, ihre Potenziale genutzt werden, so die Verantwortlichen.
Ein wichtiger Baustein und damit eine wichtige Rolle übernimmt dabei das mit Landesmitteln geförderte Projekt „Junge Menschen mit Potential in NRW“ (JUMPin.NRW). Damit sollen junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund besser und zielgerichteter gefördert werden sowie Bildungs- und Begegnungsprojekte initiiert werden. Bei Seminaren, Diskussionsveranstaltungen, Praktika und Studienfahrten sollen sie während eines Jahres ausbildungs-, studien- oder berufsbegleitend einen Einblick in politische Strukturen gewinnen und persönliche Netzwerke knüpfen können. Di Otto-Benecke-Stiftung wird das Programm im Auftrag des Landes durchgeführen. Teilnehmen können insgesamt 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 18 und 28 Jahren, von denen mindestens die Hälfte junge Russlanddeutsche sein sollen, hieß es dazu weiter.
Die Landesregierung will mit dem neu konstituierten Gremium auch motivieren, wie Schneider ausführte, „eigenverantwortlich zu handeln und in unserem demokratischen Gemeinwesen aktiv mitzuwirken.“ So könnte die zweite oder dritte Generation nicht nur den Fachkräftemangel beheben helfen, sondern darüber hinaus als Multiplikatoren Empfehlungsmarketing betreiben und durch die eigene Vorbildfunktion die notwendige Integration vorantreiben. Die Einrichtung des Landesbeirats hat dabei bereits 60 Jahre Erfahrung mit den relevanten Fragestellungen. Den Vorsitz hat dabei die Staatssekretärin durch ihr Amt. Weitere Mitglieder kommen aus den fünf Bezirksregierungen (jeweils eine Vertreterin oder Vertreter), sechs weitere Mitglieder werden vom Ministerium aus dem Kreis der auf Landesebene tätigen Organisationen der Vertriebenen, Flüchtlinge und Spätaussiedler, weitere vier Mitglieder kommen aus dem Bereich des wirtschaftlichen beziehungsweise sozialen Lebens des Landes. Der aktuelle Landesbeirat ist nun für fünf Jahre im Amt, wie das Landesministerium abschließend berichtete.
Weitere Informationen zum Landesprojekt „JUMPin.NRW“ finden sie im Internet unter: www.obs-ev.de.

























