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26. 05. 2012
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Landesinnenminister setzt auf Sicherheitspartnerschaft


09.10.2011 10:18 von:

Schlagwörter: NRW,Oktober,Jubiläum,2011,Sicherheitspartnerschaft,Internetkriminalität,Feier,Jä

Die nordrhein-westfälische Landesregierung sorgt sich um die Sicherheit der IT-Systeme von Wirtschaftsunternehmen. Wie das zuständige Landesinnenministerium am gestrigen Mittwoch bekannt gab, sind die Sorgen der Verantwortlichen keinesfalls unbegründet. Auch wenn eine exakte Schadensberechnung wegen des Dunkelfelds nicht wirklich möglich ist, schätzen die Experten den jährlichen Schaden alleine in den NRW-Unternehmen auf mehrere Milliarden Euro. Grund genug, um sich gemeinsam mit Partnern Gedanken über einen effizienten Schutz zu machen. Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) sieht „eine wachsende Gefahr für unsere Gesellschaft“. Dabei sucht der SPD-Politiker den Schulterschluss mit Netzwerkpartnern, um so gemeinsam wirksame Barrieren gegen die immer professioneller werdenden Wirtschaftsspione und –kriminelle zu errichten.

Die so genannte „Sicherheitspartnerschaft NRW“ besteht nun bereits seit zehn Jahren, am gestrigen Mittwoch fand in der Landeshauptstadt Düsseldorf eine Jubiläumsfeier anlässlich des runden Geburtstags statt. Das Präventions-Netzwerk besteht aus Behörden und Wirtschaftsverbänden. Die Zahl der Wirtschaftsvertreter, die die Sicherheitspartner mit ihren Maßnahmen erreicht hat, ist hoch. „Allein der Verfassungsschutz hat in den vergangenen zehn Jahren mit rund 900 Vorträgen und individuellen Gesprächen 33.000 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden als Multiplikatoren erreicht“, erklärte der zuständige Minister. Einen immer größeren Anteil machen dabei Fälle von Internet- und Computerkriminalität aus und die Methoden werden immer raffinierter. „Es gibt mittlerweile Spionagesoftware, die keiner Unterstützung eines Agenten im Objekt bedarf. Sie wird von fremden Nachrichtendiensten, von der internationalen Organisierten Kriminalität und von privaten Hackern entwickelt“, erläuterte Jäger.

Täglich entdeckt beispielsweise das Bundesamt für Informationstechnik manipulierte Internetseiten, von denen aus Angriffe auf die IT-Systeme gestartet werden. Aber auch das klassische Einfallstor E-Mail oder – noch direkter – der eingeschmuggelte USB-Stick mit Trojanern und anderer Schadsoftware stellen für viele innovative Unternehmen eine existenzielle Gefahr dar. Die gängigen Firewalls und Analysetools haben es dagegen häufig schwer, diese schädlichen Anwendungen zu erkennen. Immer häufiger wird auch die Mobilfunkverbindung als Zugangstor genutzt, um sensible Unternehmensdaten abzufangen und weiter zu verwerten. Gerade bei Auslandsreisen kommt es sogar vor, dass die mitgeführten, elektronischen Geräte direkt angegriffen oder manipuliert werden, wie der Minister berichtete. „Manch zufällig erscheinende Kontakte im Ausland dienen der gezielten Wirtschaftsspionage“, warnte Jäger weiter.







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