26. 05. 2012
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Landesministerin fordert Neuausrichtung bei Seniorenarbeit
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die kommunale Seniorenarbeit bedarfsgerechter aufstellen. Das forderte die zuständige Landesministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens am gestrigen Freitag in Düsseldorf. Hintergrund dieser Entscheidung ist eine weitere Landesinitiative für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen und sozialen Institutionen an elf Standorten in Nordrhein-Westfalen. In Ahlen, Bochum, Düsseldorf, Geldern, Gelsenkirchen, Gevelsberg, Mettmann, Moers, Moers-Meerbeck, Olpe und Schwerte haben sie Teams gebildet, die den Begriff der Senior(inn)enarbeit unter Berücksichtigung der vielfältigen Bedürfnisse und Erwartungen der Generation "60plus" neu fassen sollen. "Die Lebenssituationen und Vorstellungen vom Leben im Alter unterscheiden sich bei den heutigen und künftigen Über-60-Jährigen stark von denen vorheriger Generationen. Diesem Wandel muss auch die gemeinwesenorientierte Arbeit für Senioren und Seniorinnen Rechnung tragen", erklärte Grünen-Ministerin Steffens.
Gemeinsames Ziel ist es dabei, die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch zeitgemäße Angebote umzusetzen. Um für diese Herausforderung gerüstet zu sein, erhalten alle Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer eine Qualifizierung in Projektmanagement, Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Arbeit wird von Expertinnen und Experten des Paritätischen Bildungswerks (Wuppertal) unterstützt und vom Forschungsinstitut für Geragogik (Witten) wissenschaftlich begleitet. Die angesprochene Zielgruppe soll dabei auch selbst aktiv werden können und sich an der Gestaltung aktiv beteiligen können. "Ein wichtiges Qualitätsmerkmal der gemeinwesenorientierten Arbeit für alte Menschen ist für mich, dass sie an den konkreten Bedürfnissen der Menschen ansetzt und gerade im Alter die Menschen in jeder individuellen Lebenslage anspricht - ganz unabhängig etwa von der sozialen und gesundheitlichen Situation der älteren Menschen", so Steffens weiter. Dabei will die Ministerin nichts Geringeres als die gesamtheitliche Betrachtung der älteren Generation.
Das Landesministerium hatte die Initiative gemeinsam mit der Stiftung Wohlfahrtspflege im Jahr 2010 initiiert. Jetzt hat für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Qualifizierungsphase begonnen. Weitere Projektpartner sind die kommunalen Spitzenverbänden in Nordrhein-Westfalen, die Landesseniorenvertretung und die Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Aus Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege werden die elf Teams für eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt zwei Millionen Euro gefördert. Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Fortbildung durch das Paritätische Bildungswerk und die Evaluation durch das Forschungsinstitut für Geragogik allein in diesem Jahr mit rund 290.000 Euro, wie das zuständige Ministerium abschließend bekannt gab.

























