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16. 04. 2014
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Landesregierung rechtfertigt Kürzungen beim Kölner Frauenarchiv


01.02.2012 10:00 von:(red)

Schlagwörter: Frauenmediaturm,Alice Schwarzer,Kürzung,Landeszuschuss,Grüne

In diesem Jahr soll der Landeszuschuss noch einmal um 50 Prozent gekürzt werden. Die Landesregierung verteidigt ihr Vorgehen. Bild: Commons Wikipedia/Willy Horsch

Die rot-grüne Landesregierung hat am gestrigen Dienstag Stellung zu den geplanten Kürzungen der Zuschüsse für den Frauen Media Turm (FMT) der Kölner Publizistin Alice Schwarzer bezogen. Dazu meldete sich der Vorsitzende der Grünen in NRW, Sven Lehmann, zu Wort. Der zollte der Initiatorin des Frauenturms zwar höchsten Respekt, gab sich aber in der Sache hart. "Alice Schwarzer hat große Verdienste für eine emanzipative Gesellschaft. Nicht nur Frauen, sondern auch Männer profitieren vom modernen Feminismus bis heute, denn gleiche Rechte und Pflichten, Quoten und die Überwindung von Rollenzwängen nützen beiden Geschlechtern“, kommentierte Lehmann die jüngsten Medienberichte der streitbaren Feministin.

Allerdings schieße sie mit ihrer Kritik an den Grünen über das Ziel hinaus. Die Kürzungen seien demnach nichts anderes als eine „schlichte Prioritätensetzung im Landeshaushalt“, so Lehmann weiter. Nachdem die rot-grüne Minderheitsregierung im Jahr 2010 die Regierungsgeschäfte übernahm, wurden zahlreiche Projekte zur Gleichstellung von Mann und Frau realisiert. „Wir wollen keinen Elite-Feminismus, sondern Feminismus mit Breitenwirkung. Deswegen machen in unserer Partei auch viele Männer Geschlechterpolitik“, argumentierte Lehmann weiter. Außerdem dürfte es für die bekannte Medienschaffende aus Köln „wesentlich leichter gelingen, Fördermittel zu werben als Frauenhäusern“, so Lehmann weiter. Schon Barbara Steffens hatte tags zuvor in einer Stellungnahme gegenüber dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) ähnlich argumentiert.

Seit dem Jahr 2008 erhielt der Frauenmediaturm pro Jahr 210.000 Euro an Landesgeldern. Bereits im vergangenen Jahr kürzte die rot-grüne Landesregierung den Etat für das Kölner Frauenarchiv auf 70.000 Euro. In diesem Jahr sollen nach einem aktuellen Bericht der Westdeutschen Zeitung der Landeszuschuss noch einmal um die Hälfte gekürzt werden. Die Landesregierung legte darüber hinaus Wert auf die Aussage, dass mit der Kürzung der Landesmittel für die Kölner Einrichtung nicht Fraueninteressen gegeneinander ausgespielt werden sollen.







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