27. 05. 2012
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Landesregierung sendet Loveparade-Trauerfeier selbst
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat für den morgigen Sonntag eine zentrale Trauer- und Erinnerungsveranstaltung organisiert. Anlass ist die einjährige Wiederkehr der Loveparade-Katastrophe, bei der 21 Menschen erdrückt wurden. Noch immer laufen 16 Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der an der Veranstaltung beteiligten Projektpartner (Veranstalter, Polizei und Stadtverwaltung Duisburg), die meisten davon mit elf gegen Bedienstete der Duisburger Kommunalverwaltung. Veranstalter Reinhard Schaller hatte bereits kurz nach der Loveparade und ihrem tödlichen Verlauf angekündigt, dass mit dem Jahr 2010 die Geschichte der Loveparade nach rund 20 Jahren zu Ende geht. Er steht jedoch ebenso wie der viel kritisierte Duisburger Oberbürgermeister Adolph Sauerland (CDU) nicht auf der Liste derjenigen, die Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen sind.
Wie die Neue Ruhr-Zeitung (NRZ) bereits am gestrigen Freitag auf ihrer Internetseite berichtete, kam es wegen der Programmpolitik des WDR und der Landesregierung indes zu einer bemerkenswerten Reaktion. Weil der öffentlich-rechtliche Fernsehsender eine Live-Übertragung ablehnte, stattdessen Ausschnitte der Gedenkveranstaltung in ihrer Nachrichtensendung "Aktuelle Stunde" ausstrahlen will, hat die Landesregierung nun selbst eine Produktion von Bewegtbildern angekündigt. Die werden allerdings in Ermangelung von Abspielstationen nur im Internet verfügbar sein. Neben der eigenen offiziellen Seiten soll die so produzierte Aufzeichnung auch auf der NRW-Seite bei Facebook mit den bewegten Bildern online gegen.
Die Veranstaltung selbst soll zwischen 14:45 und 16:45 Uhr live im Internet ausgestrahlt werden. : "Wir haben ein eigenes Filmteam engagiert", bestätigte Heidi Renz, Chefin vom Dienst in der Staatskanzlei, der in Essen erscheinenden Neuen Ruhr / Rhein Zeitung bereits am gestrigen Freitag. Doch eine Kontroverse wollen beide Seiten daraus nicht konstruieren. So hatte der größte der ARD-Rundfunksender bereits angekündigt, die Redebeiträge auf Mittelwelle im Hörfunkprogramm abzuspielen. "Radiohören kann ja ein viel intensiveres Erlebnis sein" zitierte die NRZ eine offizielle Stellungnahme auf der Kölner Senderzentrale, hieß es dazu abschließend.

























