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27. 05. 2012
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Ministerium will Vorbild in Sachen Geschlechtergerechtigkeit werden


11.10.2011 17:44 von:

Schlagwörter: NRW,Wissenschaftsministerium,2011,Oktober,Svenja Schulze,Geschlechtergerechtigke

Das nordrhein-westfälische Landesministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung hat sich als erste Landesbehörde einem so genannten „gender audit“ unterzogen. Damit wolle man zugleich eine Vorbildfunktion bei der Überwindung der ungerechten Verteilung von Führungsjobs unter den Geschlechtern einnehmen. Ministerin Svenja Schulze (SPD) hatte erst vor wenigen Wochen nach entsprechenden Zahlen zur Verteilung der Geschlechtern in der Professorenschar einen Kongress einberufen und wiederholt eine schnellere Angleichung des Frauenanteils unter den Führungspersönlichkeiten eingefordert. Tatsächlich entwickelt sich die Verteilung der Geschlechter unter den akademischen Spitzenkräften in die richtige Richtung. So stieg der Anstieg der Professorinnen unter allen habilitierten Hochschuldozenten innerhalb von fünf Jahren von 14 auf etwas mehr als 19 Prozent an. Das aber dauert der Hochschulministerin zu lange. Das nun erfolgte „audit“, eine Art Zertifizierung, soll die Vorbildfunktion unterstreichen und damit die eigenen Forderungen nach mehr Geschlechtergerechtigkeit unterstreichen, wie die Ministerin ausführte.

"Diversity Management ist eine Antwort auf die zentralen Herausforderungen in einer pluralisierten Gesellschaft, in der kein Talent verloren gehen darf. Es wird zunehmend wichtiger, unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen in Arbeitsteams einzubinden, um den schnellen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. Als Ministerium wollen wir aktiv dazu beitragen, die Chancen von Verschiedenheit im Alltag zu betonen. Mit der Zertifizierung gehen wir mit gutem Beispiel voran. Ich hoffe und setze mich ausdrücklich dafür ein, dass wir viele Nachahmerinnen und Nachahmer in den Hochschulen finden“, erklärte die SPD-Politikerin. Während des Zertifizierungsprozesses untersuchten die Prüfer neben den Zielkoordinaten auch die dazu eingeleiteten Maßnahmen. Neben der Frage der Berücksichtigung nach Geschlechtern wurden auch die Kategorien „Vielfalt“ und „Verschiedenheit“ in die Analysen einbezogen.

"Mit zunehmender Komplexität der Fragestellungen brauchen wir Kolleginnen und Kollegen, die in ihrem Fach exzellent sind und zugleich in einem Team sich perfekt ergänzen. Vielfalt ist eine Chance, die wir nicht ungenutzt lassen dürfen“, so Schulze weiter. Diversity Management bezeichnet dabei die Selbstverpflichtung zu Chancengerechtigkeit und die Vermeidung von Diskriminierung. Rechtliche Grundlage für den produktiven und wertschätzenden Umgang mit Vielfalt ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG): Das Audit-Verfahren ist allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Nach derzeitigem Zeitplan sollen die letzten Abschnitte im Frühjahr 2013 umgesetzt sein. Das Audit selbst wird von der Beratungsfirma CH Consult durchgeführt, hieß es dazu abschließend.







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