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27. 05. 2012
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NRW: Inklusion macht die Gesellschaft reicher


27.07.2011 02:33 von:

Schlagwörter: NRW,Landesbehindertenbeauftragter,2011,Juli,Norbert Killewald,Publikation,Inklus

Der nordrhein-westfälische Behindertenbeauftragte will die Inklusion im bevölkerungsreichsten Bundesland weiter vorantreiben. Dabei geht es Norbert Killewald um nicht weniger als einen Paradigmenwechsel in den Köpfen der Gesellschaft. "Die Sichtweise, dass Menschen mit Behinderung nur "Leistungsempfänger" sind, ist veraltet und nicht haltbar", erklärte der Behindertenbeauftragte des Landes am gestrigen Montag in Düsseldorf. Im Rahmen des Fachgespräches "Wirtschaftliche und sozioökonomische Aspekte", wurde vom Sozialwerk St. Georg e.V. am Beispiel der Emscherwerkstätten in Gelsenkirchen gezeigt, dass die Gesellschaft von jedem in 2009 in die Emscher-Werkstatt investierten Euro 52 Cent zurück bekommen hat", führte Killewald bei der Präsentation seiner ersten Publikation "Inklusion macht die Gesellschaft reicher - Durchsetzen, mitwirken, anregen," aus.

Auf mehr als 100 Seiten des Berichts wird am 16 Beispielen ein Blick auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung geworfen. Dabei gebe es durchaus positive Entwicklungen, allerdings auch weiteren Optimierungsbedarf, so der Bericht. Neben allgemeinen Fragen wie der Notwendigkeit, "Barrieren" abzubauen, beinhaltet die erste Publikation auch Ergebnisse der Workshops "Reisen", "Sport" sowie des Fachgespräches "Wirtschaftliche und sozioökonomische Aspekte". Positive Effekte gebe es auch für den Arbeitsmarkt im Bindestrichland. Alleine durch die Finanzierung der Eingliederungshilfe durch die beiden Landschaftsverbände in NRW seien 55.000 Vollzeitstellen neu geschaffen worden. Deutlich wurde jedoch auch ein Missverhältnisse. So profitiert vor allem der Bund durch die Steuereinnahmen, die kommunale Familie hingegen erhält kaum Steuergelder aus dem "Dienstleistungs- und Produktionssektor" der Hilfen für Menschen mit Behinderungen. "Dies eröffnet aus meiner Sicht einen neuen Blickwinkel auf die Frage der gerechten Lastenverteilung zwischen den einzelnen Akteuren", so Killewald abschließend.

Weitere Informationen zum Landesbehindertenbeauftragten finden sie auch im Internet unter: www.lbb.nrw.de.







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