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2. 09. 2014
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NRW: Innenminister will Kontrollen im Straßenverkehr bündeln


06.02.2012 20:00 von:(red)

Schlagwörter: NRW,Innenminister,Ralf Jäger,SPD,Geschwindigkeitskontrolle

Verschärfte Geschwindigkeitskontrollen in NRW: Die Polizei will am kommenden Freitag verstärkte Präsenz zeigen. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Unangepasste Geschwindigkeit ist der am häufigsten genannte Grund für schwere Verkehrsunfälle. Eine unangepasste Fahrweise, die häufig damit einhergeht, wurde am vergangenen Wochenende gleich sechs Menschen zum Verhängnis, sie starben bei Verkehrsunfällen. Das bedeutet Leid und Trauer für mindestens 100 weitere Menschen, rechnete Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) am heutigen Montag in Düsseldorf vor. „24-Stunden-Blitz-Marathon“, so lautet eine neue Taktik, um die Verkehrsteilnehmer vor allzu leichtfertigem Umfang mit dem Gaspedal und damit vor sich selbst zu schützen. Beginn der Aktion ist am kommenden Freitag, wie der Minister weiter bekannt gab.

!Wir müssen in die Köpfe aller Verkehrsteilnehmer kriegen, dass zu hohe Geschwindigkeit der Killer Nummer1 ist. Verantwortungsvolles Fahren heißt sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und zwar überall“, so Jäger weiter. Die Aktion ist Teil der neuen Kampagne „Brems Dich – rette Leben!“ der Polizei gegen die steigende Zahl von Geschwindigkeitsunfällen, wie der für Polizeifragen zuständige Landespolitiker. Die Polizei, so kündigte Jäger weiter an, wird dabei die gesamte Palette ihrer polizeilichen Maßnahmen nutzen. Ob in Dienst- oder Zivilfahrzeugen, mit mobilen oder stationäre Geschwindigkeitsüberwachungen auf den Straßen im bevölkerungsreichsten Bundesland. Am kommenden Freitag will die NRW-Polizei landesweit verstärkte Präsenz zeigen, um so möglichst präventiv zu wirken.

Kommunen und Polizei sollen zusammenarbeiten – mehr Flexibilität und Transparenz

Landesministerium und Kommunen sollen dabei Hand in Hand arbeiten. Möglichst viele Städte und Gemeinden sollen dabei die Arbeit der Polizei flankieren und unterstützen. Der zuständige Landesminister sprach sogar von einem „Blitzmarathon“. „Wir meinen es ernst. Wir nehmen die vielen Toten und Verletzten nicht hin. Ein totes Kind, eine tote Mutter, ein toter Vater bedeutet Trauer, Schock, Wut und Verzweifelung bei den Hinterbliebenen“, führte Jäger weiter aus. Dabei sollen die motorisierten Verkehrsteilnehmer lernen, dass allzu leichtfertiges Gasgeben Menschenleben gefährden kann. „Leichtsinn“ sei das und allzu häufig „tatsächlich Irrsinn“, erklärte Jäger weiter. Zukünftig soll die Polizei vor Ort flexibler auf den Bedarf an Kontrolle reagieren. Kontrollen werden dort durchgeführt, wo nach örtlicher Analyse der Unfallzahlen Radfahrer und Fußgänger besonders gefährdet sind und überall dort, wo gerast wird.

Dazu gehört nach Meinung der Verantwortlichen, dass stationäre Kontrollstellen sichtbar gemacht werden, sowohl durch Dienstfahrzeuge vor Ort als auch über Informationen über die Medien. Nach Meinung des SPD-Politikers gebe es dafür große Zustimmung auch vonseiten des überwiegenden Teils der Bevölkerung. „Die Menschen erkennen an, dass es hier nicht um Knöllchen geht, sondern um mehr Sicherheit im Straßenverkehr“, entgegnete Jäger den Kritikern, die den Kontrolleuren Willkür und „Abzocke“ vorwerfen.







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