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27. 05. 2012
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NRW-Landesregierung sieht eigene Schwerpunktsetzung bestätigt


17.09.2011 15:17 von:

Schlagwörter: NRW,Landesschulministerin,Löhrmann,Bildungsbericht,Bildungsniveau,Schulze,Wissen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat sich mit den in dieser Woche erschienenem Bildungsbericht der OECD auseinander gesetzt. Auch wenn die Optimierung des deutschen Bildungssystems derzeit durch den Ausbau der Betreuungsketten im frühkindlichen Bereich vorangetrieben wird und weiter Nachholbedarf hat, zeigten sich die beiden verantwortlichen Ministerinnen Sylvia Löhrmann (Schule und Weiterbildung) und Svenja Schulze (Innovation, Wissenschaft und Forschung) zuversichtlich. Dabei sehen die Kernindikatoren für das bevölkerungsreichste Bundesland alles andere als rosig aus. So liegt NRW gleich um zehn Prozentpunkte unter dem OECD-Durchschnitt beim jeweiligen Anteil der Hochschulabsolventen an der Gesamtheit der Altersklasse in dieser Altersgruppe. In diesem Jahr hatten durchschnittlich 39 Prozent aller Menschen einen Hochschulabschluss, in NRW nur 29 Prozent.

"Deshalb ist es richtig, dass die Landesregierung ihren politischen Schwerpunkt auf das Thema Bildung gelegt hat. Wir brauchen ein gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem, das die beste Bildung für alle garantiert. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wollen wir bis zum Jahr 2015 insgesamt zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes in Bildung und Forschung investieren", versicherte Wissenschaftsministerin Schulze. Doch das setze ein entsprechendes Engagement aller Verantwortlichen voraus, wie die SPD-Politikerin einschränkte. Die Ministerin nahm damit das derzeit bestehende Kooperationsverbot zwischen Bund und Land ins kritische Visier. "Es geht darum, Kindern und Jugendlichen beste Lebenschancen durch Bildung zu vermitteln. Dabei müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen" ergänzte Schulministerin Löhrmann. Auch sie schloss sich der Forderung nach einer intensiveren Förderung der Bundesverantwortlichen an. Mit geeinten Kräften wolle man so zur Spitzengruppe der Bildungsaufsteiger werden, hieß es dazu weiter. Immerhin kann NRW mit 29,8 Prozent deutlich besser als die Bundesebene abschneiden, hieß es dazu abschließend.

"Die OECD-Studie unterstreicht zugleich, dass Investitionen in Bildung Investitionen in die Zukunft sind, die sich für den Einzelnen und die Gesellschaft", hieß es dazu aus beiden Ministerien weiter. Im Koalitionsvertrag der rot-grünen Minderheitsregierung steht zudem, dass der demografische Effektdem System Schule erhalten bleiben soll. Mit anderen Worten: Trotz weiter sinkender Schülerzahlen sollen die Zahlen bei den Lehrerstellen mindestens erhalten bleiben. Allerdings wird das Land mit dieser Aufgabe alleine fertig werden. So forderte Löhrmann eine "Öffnung" des Kooperationsverbots, um auf diesem Wege eine direkte Förderung des Bundes von Inklusionsprojekten zu ermöglichen. Insgesamt aber können auch die NRW-Verantwortlichen mit dem Ergebnis der OECD-Studie "nicht wirklich zufrieden" sein. Schulze gehen zum Beispiel bei dem geringen Anteil der Hochschulabsolventen davon aus, dass vielen Studieninteressierten schlicht das Geld fehle. Dabei hat die Landesregierung bereits die Studiengebühren der Vorgängerregierung abgeschafft. Auch beim Übergangsmanagement, bei der Berufsorientierung in den achten, neunten und zehnten Klassen sowie bei der geringen Bereitschaft von dual ausgebildeten Fachkräften sieht die Landesregierung Nachholbedarf. Die Landesregierung will das mit zusätzlichen, bedarfsgerechten Studienangeboten ausgleichen. "Es bleibt viel zu tun", so das Fazit der beiden Ministerinnen.







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