27. 05. 2012
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NRW: Landesregierung will Nummer 1 bei Windenergie werden
Der nordrhein-westfälische Landesumweltminister Johannes Remmel ist derzeit auf "Klimaschutz-Tour" durch das Bundesland. Anfang dieser Woche stand dabei auch das Bochumer Unternehmen Eickhoff auf der Tagesordnung. Dabei bestätigte Remmel, dass sich das bevölkerungsreichste Bundesland in Sachen Windenergie ein ehrgeiziges Ziel gesetzt hat. Trotz nicht optimaler Windverhältnisse will der Grünen-Politiker NRW zum Binnenland Nummer 1 machen. Der Besuch beim Bochumer Windkraft-Getriebebauer soll zugleich die Chancen der Energiewende deutlich machen. "Eickhoff ist gelebter Strukturwandel", meint auch Remmel.
"Das Unternehmen verbindet auf einzigartige Weise Vergangenheit mit Zukunft: Während Eickhoff früher vor allem Maschinen für den Steinkohlebergbau herstellte, gehören heute auch Getriebe für Windkraftanlagen zum Portfolio. Das nenne ich einen gelebten Strukturwandel im Herzen des Ruhrgebiets", erklärte der Grünen-Minister. In den kommenden Wochen fährt der Klimaschutzminister zu vorbildlichen Projekten aus den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien - von Bürgerwindparks über Maschinenbauer bis hin zu besonders effizient arbeitenden Unternehmen, wie das Ministerium ankündigte.
Die Landesregierung hat erst kurz vor der Sommerpause den neuen Windenergieerlass in Kraft gesetzt. Der förmliche Akt dazu fand am 11. Juli statt. Das erklärte Ziel ist der Ausbau des Anteils von Windkraft an der Stromversorgung von derzeit drei auf 15 Prozent bis zum Jahr 2020. Mit dem neuen Erlass sollen Hürden bei der Planung neuer Anlagen abgebaut werden, hieß es dazu aus dem Ministerium. "Wir haben die Weichen für den Ausbau der Windenergie gestellt und aus einem Windkraftverhinderungserlass einen Windenergieermöglichungserlass gemacht", so der verantwortliche Minister. Mit dem Ausbau der Windkraft sollen auch wirtschaftliche Aspekte nicht unerwähnt bleiben. Der Umweltminister betonte, dass die Windkraft und ihre Anlage bereits heute rund 10.000 Menschen in Lohn und Brot halten. Die Windkraft ist bei der Stromerzeugung mit einem Anteil von 40 Prozent die unumstrittene Nummer 1 der regenerativen Energien. Fünf der weltweit führenden Getriebehersteller haben ihren Sitz in NRW.
Die "Klimaschutztour" des Landesumweltministers begann am 13. Juli mit einem Besuch in Netphen im Siegerland. Weitere Termine in den kommenden Tagen und Wochen sind im Kreis Paderborn, Dormagen, Lüdenscheid, Meschede und Oerlinghausen angesetzt.
Weitere Informationen zur Klimaschutztour finden sie auch im Internet unter: www.energiedialog.nrw.de.

























