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27. 05. 2012
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NRW: Polizei rüstet sich gegen Cyber-Kriminalität


28.07.2011 11:45 von:

Schlagwörter: Köln,Zentrum,Cyberkriminalität,Internetkriminalität,Kompetenzzentrum,2011,Jäger,

Nordrhein-Westfalen will zukünftig effizienter und bedarfsgerechter gegen die zunehmende Internetkriminalität vorgehen. Wie das zuständige Landesinnenministerium mitteilte, haben die Verantwortlichen am gestrigen Dienstag das neue "Cybercrime-Kompetenzzentrum" vorgestellt. Angesiedelt ist die neue Stelle beim Landeskriminalamt in Düsseldorf. Das neue Zentrum innerhalb des LKA soll die Kompetenzen im Bereich der Strafverfolgung von Internet-Delikten bündeln. "Die Internetkriminalität ist eine wachsende Gefahr für die Gesellschaft. Wir setzen hier einen strategischen Schwerpunkt und bündeln unsere Kräfte", erklärte Innenminister Ralf Jäger am gestrigen Dienstag in Düsseldorf. Dies sei der erste Schritt der Neuausrichtung der NRW-Polizei im Kampf gegen Cybercrime.

Insgesamt werden sich allein beim LKA rund 100 Polizeibeamte, Wissenschaftler und Techniker damit befassen. Zum Cybercrime-Kompetenzzentrum gehören Ermittlungskommissionen für herausragende Verfahren, die Zentrale Internetrecherche, die Auswertestelle für Kinderpornografie sowie weitere Experten für Computerforensik, Telekommunikationsüberwachung, Auswertung, Analyse und Prävention. Für Unternehmen und Behörden in NRW gibt es eine zentrale Ansprechstelle. Schon der Blick auf das Spektrum möglicher Delikte zeigt die hohen Erwartungen an das neue Zentrum.

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Im vergangenen Jahr registrierten die Polizeibehörden im Land 48.411 Straftaten, bei denen in der einen oder anderen Form auf das Internet zurückgegriffen wurde. Das beginnt mit Anrufen über mobile Funktelefone, geht über Hackerangriffe und das sogenannte "Phishing" bis hin zur Verbreitung kinderpornografischer Inhalte im Netz. In einigen Bereichen stellten die Behörden eine rasante Zunahme fest. So die Zahl der Fälle von Computerkriminalität (Sabotage, Datenveränderung) um 4234 auf 19.775. Das entspricht einer Steigerung von 27 Prozent. In einem Fall, so berichtete Jäger beispielhaft, hatte eine Bande von Internetkriminellen aus dem Ausland Rechner und Netzwerke mit einer Schadsoftware infiziert. Damit versuchten die Täter, Überweisungen zu manipulieren und eine siebenstellige Summe auf andere Konten umzuleiten. Insofern ist auch eine verstärkte Fortbildung eine weitere wichtige Aufgabe der Polizei. Das gilt jedoch für alle Polizeibehörden in den Kommunen des Landes, wie das Innenministerium abschließend betonte.







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