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24. 11. 2014
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NRW: Schneider will mehr Migranten in dualer Ausbildung


06.02.2012 14:00 von:(red)

Schlagwörter: Prüferkongress,Integration,Übergangsmanagenent,duale Ausbildung,IHK,Rheinland

In der Kölner Industrie- und Handelskammer fand am heutigen Montag der erste Prüferkongress der sechs rheinischen IHKs statt. Bild: Archiv Köln Nachrichten

NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) hat am heutigen Montag den Prüferkongress der Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Rheinland in Köln besucht. Dabei wiederholte der Minister seinen Appell, bei der zukünftigen Auswahl der Auszubildenden auch auf Jugendliche und junge Erwachsene mit Zuwanderungshintergrund zurückzugreifen. „Die Unternehmen beklagen unbesetzte Ausbildungsplätze, sehen aber oft nicht die besonderen Potentiale von jungen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“, erklärte der Minister in seiner heutigen Rede.

Längst haben Studien festgestellt, dass Migranten bei der Auswahl der Auszubildenden weiterhin benachteiligt werden, allen öffentlichen Appellen zum Trotz. Sie haben demnach auch heute noch „schlechtere Chancen auf eine Ausbildung“, wie der SPD-Politiker kritisierte. Das gelte insbesondere dann, wenn Schulabschluss, Schulnoten und soziale Herkunft vergleichbar sind. Hier müsse dringend ein Umdenken stattfinden, forderte Schneider weiter.

Mit einem Aktionsplan „Zukunft durch Ausbildung“ werde die rot-grüne Landesregierung dieses Umdenken aktiv unterstützen wollen. Immer mehr Schulabsolventen haben inzwischen einen so genannten Migrationshintergrund, in manchen Großstädten beträgt der Anteil dieser Gruppe bereits mehr als 50 Prozent. Dabei können auch die Unternehmen von der Mehrsprachigkeit dieser Jugendlichen profitieren. Auch unter den Prüfern selbst gebe es zu wenig Menschen mit Zuwanderungshintergrund. Mit dem derzeit in der parlamentarischen Abstimmung befindlichen Teilhabe- und Integrationsgesetz soll die Hilfe für Jugendliche institutionalisiert werden, so das Anliegen der Parlamentsmehrheit. Außerdem soll mit einer Reform des Übergangssystems von der Schule in den Beruf eine frühzeitige Berufsorientierung für alle Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse erreicht werden, hieß es dazu abschließend.







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