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NRW will Vorreiter in Sachen Klimaschutz werden


08.02.2012 08:30 von:(red)

Schlagwörter: Klimaschutz,Umweltschutz,Essen,Messe,Eröffnung,Alternative Energien

Die NRW-Landesregierung will das bevölkerungsreichste Bundesland zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Bild: Erich Westendarp

Anlässlich der Eröffnung der Messe „E-world energy & water“ in Essen haben die beiden Minister für Wissenschaft und Umwelt- und Verbraucherschutz am gestrigen Dienstag große Ziele verkündet. Das bevölkerungsreichte Bundesland soll auch in Sachen Klimaschutz und Klimaforschung zur Nummer 1 werden. Tatsächlich sehen Forschungsministerin Svenja Schulze und Klimaschutzminister Johannes Remmel in der beschleunigten Energiewende große Chancen für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort NRW. „Eine sichere, nachhaltige und bezahlbare Stromversorgung ist unverzichtbar für das Industrieland Nordrhein-Westfalen. Dabei haben Versorgungssicherheit und Stabilität der Energiepreise für die Landesregierung den gleichen Stellenwert wie ökologische Zielsetzungen“, so NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.

Auch ihr Kollege, Landesumweltminister Johannes Remmel ist davon überzeugt, dass die „Energiewende“ auch in NRW eine Chance bietet. „Klimaschutz ist ein Fortschrittsmotor. Wir wollen unsere Wirtschaft deshalb stärken und zugleich wirksamen Klima- und Umweltschutz für unsere Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Der richtige Weg ist, beides zusammen zu führen“, ergänzte der Grünen-Politiker. Als Themenfelder identifizierten die beiden Politiker Elektromobilität, Speicherforschung und Windkrafttechnik. So wolle man die Energiewende auch und zugleich sozialverträglich gestalten. Immerhin ist NRW das erste Bundesland, das in einem Klimaschutzgesetz konkrete Reduktionsziele verabschiedet hat. Noch in diesem Monat ist zudem der Beginn der öffentlichen Diskussion für einen Klimaschutzplan geplant. „Das Energie- und Industrieland Nordrhein-Westfalen wird durch das geplante erste deutsche Klimaschutzgesetz zum Schrittmacher für den Klimaschutz und zum Vorbild für den Bund und andere Länder“, ist sich Remmel sicher.

Wirtschaftskraft der Eneuerbaren Energien steigt

Die wirtschaftlichen Zahlen der jungen Branche weisen einen Trend nach oben aus. Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise stieg der Anteil der aus nicht-fossilen Energieträgern gewonnenen Strommenge im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent, der Anteil an der Wärmeerzeugung sogar um 7,2 Prozent an, wie eine Bestandsaufnahme des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) in Münster ergab. Die Umsätze der regenerativen Energiewirtschaft stiegen folgerichtig in diesem Zeitraum um mehr als 20 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten legte um fast zehn Prozent zu. Mehr als 26.000 Menschen an Rhein und Ruhr arbeiten bereits in dieser Zukunftsbranche. Eine weitere Stärke liege in der Dichte der Hochschulen und Forschungseinrichtungen und deren Industriepartner aus der Energiebranche.

Die „E-world energy & solar“ ist noch bis zum morgigen Donnestag geöffnet. Mehr als 580 Aussteller aus 20 Ländern belegen in diesem Jahr eine Ausstellungsfläche von rund 42.000 Quadratmetern. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 20.000 Fachbesuchern. Ausrichter des 16. Fachkongresses Zukunftsenergien ist die landeseigene Energieagentur.NRW im Auftrag des Umweltministeriums.







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