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20. 04. 2014
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NRW-Wirtschaftsminister lobt Einigung mit finnischem Stahlproduzenten


01.02.2012 19:00 von:(rk)

Schlagwörter: Innoxum,Thyssenkrupp,Fusion,Übernahme,Ruhrgebiet

Bild: Staatskanzlei NRW/Ralph Sondermann

Der Fusion der Edelstahlsparte von Thyssenkrupp Innoxum mit dem finnischen Stahlproduzenten Outokumpu ist nach langen Verhandlungen am gestrigen Dienstag erfolgreich abgeschlossen worden. Am Tag danach hat sich auch NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger zu Wort gemeldet und sich dabei insgesamt zufrieden gezeigt. Die Einigung mit dem neuen finnischen Mehrheitsaktionär seine eine gute, betonte der Minister. Vor allem der vierjährige Verzicht betriebsbedingter Kündigungen, der im Rahmen der Übernahmeverhandlungen zugesagt vereinbart wurde, stoße im Ministerium auf Zustimmung. Allerdings appellierte Voigtsberger an die neuen Eigentümer, die NRW-Standorte „im Sinne der Beschäftigten wettbewerbsfähig“ zu machen. “Die Perspektiven, die sich aus dem Zusammenschluss ergeben, müssen im Interesse der Standorte und Beschäftigten in NRW positiv genutzt werden”, betonte der Minister in seiner Stellungnahme.

Allerdings sprechen die am heitigen Mittwoch vorgestellten Planungen des finnischen Stahlkonzerns eine gänzlich andere Sprache. Demnach will das Unternehmen nach der Fusion weltweit 1500 Stellen streichen, in Deutschland sollen alleine davon 850 Stellen wegfallen. Dass dennoch niemandem aufgrund der Fusion betriebsbedingt gekündigt wird, ist auf ein Entgegenkommen des bisherigen Eigentümers zurückzuführen. Thyssenkrupp will rund 600 Betroffenen alternative Job an den Stahlstandorten in Duisburg anbieten. Insgesamt will das Management weltweit 250 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Das sei notwendig, um die bestehenden Überkapazitäten im Edelstahlbereich abbauen zu können. Outokumpu-Vorstandschef Mika Seitovirta kündigte unterdessen an, Ende 2016 auch die so genannte „Flüssigphase“ am Standort Bohum aufgeben zu wollen.

Als positiv wertet Voigtsberger darüber hinaus, dass am Standort Krefeld ein Kompetenzzentrum fü kalt gewälzte Stähle aufgebaut werden soll. „Das schafft auch neue Chancen für die Beschäftigen“, so der Minister weiter. Outokumpu steigt mit dem Ankauf der Edelstahlsparte von Thyssenkrupp zum Weltmarktführer in diesem Industriesegment auf. Mit der Fusion rückt das finnische Unternehmen mit weltweit mehr als 19.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsazz von 11,8 Milliarden Euro an die Spitze der Edelstahlproduzenten. Innoxum erwirtschaftete in Deutschland einen Jahresumsatz in Höhe von 6,7 Milliarden Euro. Innoxum beschäftigte weltweit zuletzt 11.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mehr als die Hälfte davon an deutschen Standorten.







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