27. 05. 2012
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Studenten-Umfrage 2011: Fast 20.000 machten mit
Wie zufrieden sind sie mit den Studienbedingungen an ihrer Universität? Wie beurteilen sie das Bemühen um individuelle Förderung, sind nur zwei der vielen möglichen Fragen, die der Generation Pragmatismus derzeit durch den Kopf gehen. Dabei ist das Bild des langmähnigen, etwas faulen und alltagsuntauglichen Langzeitstudierenden schon mindestens seit einem Jahrzehnt eher Ausnahme als Regelfall. Angesichts der jüngsten Bildungsreformen nach dem Bologna-Modell mit seinen Bachelor- und Masrerstudienabschlüssen und seiner Verdichtung von Präsenz- und Pflichtterminen hätte man eigentlich davon ausgehen, dass selbst die Abschaffung der Studiengebühren den mit einem Studium verbundenen Frust und Ärger kaum verringern kann. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit einer großangelegten und webunterstützten Beteiligungsplattform hatte sich die Landeshochschulministerin zum Ziel gesetzt, sich ein möglichst repräsentatives Stimmungsbild der momentanen Studenschar zu verschaffen. Mit 19.700 Stimmen dürfte zumindestens dieses Ziel nicht weit verfehlt worden zu sein. Drei Wochen lief die Umfrage unter den angehenden Fach- und Führungskräften, so viel Zeit brauchte es auch bisweilen, die vielen Fragen der Bildungspolitiker und ihrer Fachverwaltung zu beantworten. Für SPD-Politikerin Schulze war schon die hohe Zahl der eingegangenen und ausgefüllten Fragebögen ein „Riesenerfolg“. Zugleich werde aber auch deutlich, wie wichtig der gezielte Einsatz von „Beteiligungsinstrumenten“ sein kann, meinte die Ministerin. Fast 14.000 Kommentare zeigten überdies das hohe Interesse eines ansonsten aber doch eher recht kleinen Anteils der Studierenden.
Bei der Themenwahl gingen die Verantwortlichen in der Tat auch neue Wege. Abweichend vom üblichen Agenda-Setting hielten sich die Initatoren aus dem Forschungsinisterium fast schon auffallend zurück- Sie gaben lediglich elf Themenkomplexe vor. Die wurden nun um 72 weitere Kanäle ergänzt, wie Schulze nicht ohne Stolz berichtete. „Ziel der Befragung war es zu erfahren, wie Studierende in Nordrhein-Westfalen die Qualität des Studiums einschätzen, welche Vorschläge sie für Verbesserungen haben, welche Themen ihnen am Herzen liegen und auch was gut läuft. Wir wollen einen Überblick über das Stimmungsbild der Studierenden in unserem Land.. erklärte die Wissenschaftsministerin. Konkret wurde die Ministerin allerdings nicht. Vielmehr blieb es am Ende bei der doch eher vagen Ankündigung, dass „die Erkenntnisse aus dieser Befragung den Blick für notwendige Änderungen des Studienalltags schärfen“ werde. „Eine einmalige Chance“, so die Hoffnung der Ministerin.

























