27. 05. 2012
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2.500 Jahre altes Vorratslager entdeckt
(ehu) Rund 2500 Jahre alt ist die Siedlung, die Archäologen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) bei Weilerswist-Groß Vernich ausgegraben haben. Sie diente vermutlich überwiegend als Vorrats- und Lagerplatz. Derartige Plätze sind sehr selten; der nächstliegende vergleichbare Befund wurde in Luxemburg zutage gefördert.
Die Grabungsarbeiten auf der rund drei Hektar großen Fläche dauerten etwa acht Monate. Dabei wurde die Siedlung mit erstaunlich gut erhaltenen Befunden und zahlreichen keramischen Funden freigelegt. Die wenigen Häuser waren typisch für die Spätbronzezeit bis Mitte der Eisenzeit, also für den Zeitraum von etwa 1000 bis 400 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Neben wenigen Hausgrundrissen stießen die rund 100 sogenannte Speichergruben. Sie dienten, so die Vermutung der Wissenschaftler, zur Lagerung von Lebensmitteln oder anderen Waren. Experten wollen herausfinden, was in den runden Vorratsgruben genau gelagert wurde Die runden, bis zu 1,40 Meter tiefen Gruben haben Durchmesser zwischen 70 und 140 Zentimeter und sind sehr gut erhalten. Sie wurden nach dem Ende der Nutzungszeit mit Abfall verfüllt. Die sich jetzt anschließenden naturwissenschaftlichen Untersuchungen sollen zeigen, was in den Gruben genau gelagert wurde und in welchem Zeitraum dies geschah.
Aus einer dieser Gruben stammt ein großes, ungewöhnlich gut erhaltenes Vorratsgefäß aus Ton von etwa 80 Zentimeter Höhe und einem Bauchdurchmesser von 60 Zentimetern. Es wird derzeit im Landesmuseum Bonn restauriert. Noch wissen die Fachleute des LVR nicht, was das einstmals enthielt. Klar hingegen ist, dass die zugehörige Grube eigens für das Gefäß ausgehoben worden war.

























