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27. 05. 2012
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Bonn will Kommunikation zwischen Pflege- und Krankenhäusern verbessern


21.07.2011 23:14 von:

Schlagwörter: Bonn,Patientenübertragung,Projekt,Einführung,2011,Düsseldorf,Essen,Krankenhaus,P

Die Gesundheitsverwaltung der Bundesstadt Bonn hat das Projekt "Einheitliche Patientenüberleitung” gestartet. Wie das dortige Presseamt am heutigen Donnerstag bekannt gab, ist das wichtigste Ziel die Verbesserung des Informationsaustausches zwischen Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Der zuständige Beigeordnete der Stadt, Rüdiger Wagner, stellte die Grundzüge des Projekts am heutigen Donnerstag der Öffentlichkeit vor. Dabei können die Verantwortlichen bereits vom Start weg eine gute Basis vorweisen. Rund 75 Prozent der Einrichtungen in Bonn werden sich beteiligen, versicherten die Initiatoren der Stadtverwaltung.

Das Projekt behandelt den schwierigen Umgang mit Fällen, in denen die Patientinnen und Patienten in den Kliniken eine ambulante Nachbehandlung und möglicherweise auch den längerfristigen Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung notwendig wird. Dafür ist es nach Ansicht der Bonner Gesundheitsverwaltung wichtig, medizinische und persönliche Daten der Patienten unter den verschiedenen Einrichtungen auszutauschen. Bislang haben dies die Bonner Akut-Krankenhäuser sowie stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen diese "Schnittsstelle" individuell behandelt und Lösungen gefunden. Das aber kostete Zeit und Geld, weil die notwendigen Unterlagen bislang zeitaufwändig recherchiert werden mussten. Dies war denn auch Thema der kommunalen Pflege- und Gesundheitskonferenz, die regelmäßig alle beteiligten Akteure der Gesundheitsbranche an einen Tisch bringt.

Als Ergebnis eines intensiven Diskussionsprozesses wurde von den Praktikern aus Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten, der Bonner Ärzteschaft, der Krankenkassen sowie dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen sowie der Bonner Selbsthilfe empfohlen, künftig nur noch einheitliche Überleitungsvordrucke zu verwenden. "Auf diese Weise wird die Informationsweitergabe zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten und Pflegeeinrichtungen/Nachversorgung systematisiert und die Kommunikation und Koordination an den Schnittstellen der verschiedenen Versorgungssysteme verbessert", erklärte Gesundheitsdezernent Wagner. Ziel ist dabei eine gleichbleibend hohe Qualität der Betreuung und zugleich eine Verkürzung der Wartezeiten für die Betroffenen und effizientere Zugänge zu den notwendigen Daten für die Dienstleister. Vorbild dafür ist das Modellprojekt in Essen. Bonn startete im Herbst 2009 die erste Informationsveranstaltung.

Das Projekt scheint dabei auf großes Interesse zu stoßen, wie die Verantwortlichen am heutigen Donnerstag vorstellten. So haben sich alle elf Bonner Krankenhäuser sowie 29 stationäre Pflegeeinrichtungen (74,4 Prozent) und 14 ambulante Pflegedienste (53,9 Prozent) zur Teilnahme entschieden. Insgesamt bedeutet dies eine Beteiligungsquote der hierfür infrage kommenden Einrichtungen von 71,1 Prozent. Im Gegensatz zum Essener Modellprojekt sind in der ehemaligen Bundeshauptstadt zudem der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) sowie die Bonner Selbsthilfe in den Prozess eingebunden. Damit soll gewährleistet werden, dass die Betroffenen möglichst lange in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Auch der Staat spart, den die stationäre Versorgung in Einrichtungen ist die deutlich aufwändigere Variante, so die Verantwortlichen. Ein fester Bestandteil des Bonner Modells ist daher die Einbeziehung der pflegenden Angehörigen. Die Kosten für die Umstellung auf das neue Informationssystem werden dabei von den Einrichtungen übernommen, hieß es dazu weiter.

Neben Essen und Bonn gibt es auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf ein entsprechendes Projekt, das auf die automatisierte Weiterleitung relevanter Informationen zwischen den beteiligten Einrichtungen setzt. In Bonn haben die Verantwortlichen aber bereits die nächste Zielgruppe im Visier. Als nächstes werden die niedergelassenen Ärzte eingebunden, erklärten Wagner und seine Fachleute aus der Gesundheitsverwaltung. Aktuell wird bereits jetzt eine Checkliste für die Pflegekräfte entwickelt. Dadurch soll die Entscheidung, ob eine Patientenüberleitung notwendig ist, einfacher als bisher getroffen werden. Auch für den Entlassprozess wird eine Hilfestellung erarbeitet, ein entsprechender Entwurf liege bereits vor. Die Informationsschreiben an die niedergelassenen Ärzte soll in Kürze verschickt werden.

Die Vordrucke für die einheitliche Patientenüberleitung sind auch auf der Homepage der Stadt Bonn hinterlegt. Sie finden sie im Internet unter: www.bonn.de.







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