27. 05. 2012
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Notfallverbund rheinischer Archive wird erweitert
Die rheinischen Archive haben unter der Federführung des Landschaftsverbands Rheinland LVR das eigene Netzwerk um einen weiteren Kooperationspartner erweitert. Das Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv ist das fünfte, rheinische Kommunalarchiv, das vom LVR Archivberatungs- und Fortbildungszentrum LVR-AFZ ein so genanntes Notfallboxenset erhalten hat. Weitere Netzwerkpartner dieses im Entstehen begriffenen Verbundes rheinischer Archive sind die kommunalen Einrichtungen in Düsseldorf, Wesel, Bergisch Gladbach und Gummersbach. Ziel des Verbundes ist die Entwicklung einer gemeinsamen Notfallstrategie gegen Eventualitäten wie Wassereinbruch oder Feuer. Im Notfall sollen die wertvollen Unikaten aus der Historie schnell gesichert werden können, hieß es dazu aus der Kölner LVR-Zentrale.
In der Notfallbox befinden sich unter anderem so nützliche Dinge wie Overalls, Taschenlampen, Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe, Schreibmaterial, Messer oder Mehrfachsteckdosen. Damit sollen im Anwendungsfall erste Schritte direkt vor Ort eingeleitet werden können. Hintergrund der Iinitative eines Sicherheitsnetzwerks rheinischer Archive sind die zurückliegenden Unglücke in den Archiven der Anna Amalia Bibliothek in Weimar im Jahr 2004 und dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln. Die nun überreichten Hilfsmittel sollen im „worst case“ helfen, die Schäden zu begrenzen und erste Gegenmaßnahmen einleiten und durchführen zu können. Durch die Vernetzung der Archive untereinander soll zudem im Schadensfall schnelle Hilfe möglich sein. Der Notfallkoffer ist ein wichtiger Bestandteil eines solchen Verbundes, hieß es dazu weiter.
Die Inhalte des Notfallboxensets kosten jeweils rund 1000 Euro. Zehn dieser Boxen konnten dank der finanziellen Unterstützung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bereits angeschafft werden. Weitere Empfänger sind die Stadtarchive Aachen und Kleve sowie das Kreisarchiv Viersen. Zwei der Boxen werden zentral im LVR-AFZ in Brauweiler aufgestellt und stehen dort auf Abruf bereit, teilte der LVR weiter mit. Langfristiges Ziel ist die Erreichung einer flächendeckenden Notfallvorsorge im Rheinland. Die Fachstelle im LVR berät in Nordrhein-Westfalen rund 340 Archive im Zuständigkeitsbereich des erweiterten Rheinlands.

























