27. 05. 2012
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Rat der Religionen nun auch in Bonn
In der Bundesstadt Bonn gibt es ab sofort auch einen "Rat der Religionen". Mit dem neu gegründeten Gremium soll der Austausch und Dialog der Religionen und ihrer Vertreterinnen und Vertreter untereinander intensiviert und auf eine neue Stufe gestellt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Dialogplattform wird es sein, zukünftig gemeinsame Aktivitäten zu koordinieren und zugleich auch auf aktuelle Themen und Problemstellungen zu reagieren. Bei der Gründungsveranstaltung am vergangenen Donnerstag waren Vertreter der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, der Jüdischen Gemeinde, des Rates der Muslime, der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK), der Buddhisten, der BahaŽi und der Stadt Bonn zugegen. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch hatte auf Wunsch der Religionsgemeinschaften zur Gründung des Rates der Religionen ins Alte Rathaus eingeladen, teilte das Presseamt der Stadt Bonn am gestrigen Freitag mit.
Stadtdechant Wilfried Schumacher, Superintendent Eckart Wüster, Marina Fedorova von der Synagogengemeinde, Bacem Dziri, Sprecher des Rates der Muslime, Henriette Crüwell (ACK), Agnes Dudler (Bonn Buddhist Association e.V.) und Claudia Mohadjeri (BahaŽi Forum Bonn) betonten anlässlich der Gründung den Wunsch der Religionsgemeinschaften, Dialog und Kommunikation zu intensivieren. Zugleich wollen sich die Mitglieder des neuen Gremiums für ein friedliches Miteinander in Bonn engagieren, ohne kritische Fragen auszuklammern. Die Runde stehe auch anderen Religionsgemeinschaften offen, wie die Verantwortlichen betonten. Angesichts der Fülle an Religionsgemeinschaften und Kirchen in Bonn gehe es auch darum, Gemeinsamkeiten zu entdecken und mit Differenzen umzugehen. Einigkeit bestand in der Ablehnung von Extremismus und Fanatismus, teilte die Stadt Bonn weiter mit.
Initiatoren der Gründung dieses Gremiums waren die beiden christlichen Kirchen. Auch vonseiten der Stadt Bonn habe es positive Signale gegeben, unter anderem in dem kürzlich beschlossenen Integrationskonzept der Stadt. Als Koordinatorin des Rates der Religionen fungiert die städtische Integrationsbeauftragte, Coletta Manemann. Mit seiner Gründung hat die Runde zugleich auch eine von allen unterzeichnete Erklärung abgegeben. Darin verpflichteten sich die Unterzeichner, gemeinsam für ein friedliches Miteinander der Religionen eintreten zu wollen. Der Rat der Religionen wird sich zukünftig zwei Mal im Jahr turnusmäßig zusammensetzen. Vorsitzender des Gremiums ist Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

























