27. 05. 2012
Seite drucken
Regiogipfel Rheinland: 90 Teilnehmer verabreden weitere Treffen
Am gestrigen Donnerstag fand auf dem Rhein der erste so genannte Regiogipfel statt. Rund 90 Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen im Fördergebiet der Regionale 2010 trafen sich auf der MS Rheinenergie, um über die weitere Zusammenarbeit in der Region zu diskutieren. Das gestrigen Treffen sollte dabei eine Art Initialzündung zu einem gemeinsamen Prozess zur Stärkung der Region und Entwicklung einer Marke für die Region Rheinland werden, wie die Beteiligten ausführten. Erste konkrete Absprachen gab es ebenfalls bereits. Zukünftig wolle man regelmäßig Treffen dieser Art wiederholen, um Konstanz in die interkommunale Zusammenarbeit zu bekommen. "Wir können jeder alles alleine, aber zusammen können wir alles besser", brachte Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers die Mehrheitsmeinung auf den Punkt. "Wir sind eine der stärksten Wirtschaftsregionen in Europa. Wenn wir gemeinschaftlich auftreten, führt kein Weg an uns vorbei", stimmte Kölns erster Bürger Jürgen Roters zu.
Kultur und Verkehr – Zusammenarbeit und Vernetzung
Zu den vordringlichen Handlungsschwerpunkten gehören neben Fragen der Verkehrsinfrastruktur auch Kulturthemen. Hier wurden Konsenspapiere vorgestellt, die nun in weiteren Arbeitsgremien weiter ausgearbeitet werden sollen. Für das Handlungsfeld "Verkehr" einigten sich die Beteiligten auf eine Vernetzung der Verkehrsmanagementsysteme, die Sicherstellung ausreichender Kapazitäten im Schienenpersonennah- und Fernverkehr, Maßnahmen zur Vermeidung von Engpässe im Fernstraßennetz sowie die Verlagerung des Güterverkehrs auf Schiene und Wasserwege. Das soll zu einem Umweltverbund weiterentwickelt werden. Beim weiten Bereich Kultur verabredeten die Beteiligten eine Vertiefung bestehender Kooperationen. Ein konkreter Ansatzpunkt ist das gemeinsame "Ticketing", eine Art vernetztes System für zeitlich begrenzte Eintrittskarten, die für kooperierenden Museen gelten. Auch der "Rheinische Sommer" soll weiter ausgebaut werden. Unter dieser Dachmarke werden 2012 erstmals verschiedenen Sommerfestivals zusammengefasst, wie das städtische Presseamt der Stadt Köln zusammenfasste. Ähnliches haben die Kommunen auch mit ihrem Theaternetzwerk "westoff" vor. Hier werden Theaterproduktionen in den Städten Bonn, Köln und Düsseldorf untereinander ausgetauscht.
Logo soll entwickelt werden
Ein Ziel zukünftiger Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer eigenen Ansprache in der Außendarstellung. Darunter fallen unter anderem auch die Marketingaktivitätemn für die Region Rheinland. Ein erster verabredeter Punkt hier ist die Entwicklung einer Internet-Plattform für Kulturangebote im Rheinland. Nach Überzeugung aller Akteure ist die gemeinsame Identitätsfindung und ein gemeinsames Auftreten auch gegenüber Land und Bund notwendig, um auch nach außen hin als starke Region wahrgenommen zu werden. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Akquise von Fördergelder aus, wie die Beteiligten ausführten. "Wenn sich das ganze Rheinland einig ist, dann steht dahinter eine ganz andere politische Gestaltungskraft", meint auch Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann und Vorsitzender der Rheinischen Landräte-Konferenz. Ein erster nach außen sichtbarer Impuls soll dabei die Bildung eines Logos, einer kombinierten Wort-Bildmarke, sein. Dazu wird es einen Wettbewerb der Hochschulen geben. "Große Teile im Land metropolisieren sich. Diesen Weg müssen wir auch gehen. Wir bauen zusammen ein rheinisches Haus und unter diesem rheinischen Dach hat jeder seine eigene Wohnung", beschreibt Landrat Werner Stump die dahinter stehende Philosophie. Bis zum nächsten Regiogipfel soll es auch eine thematische Aufweitung der Zusammenarbeit geben. Weitere Details dazu wurden aber nicht genannt.

























