27. 05. 2012
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Städte- und Gemeindebund diskutiert über Mittelstandspolitik
Die kommunalen Wirtschaftsförderer haben sich am gestrigen Mittwoch zu einer Veranstaltung eingefunden. Thema war die Mittelstandspolitik der Kommunen, der Fachkräftemangel und damit Wirtschaftsförderung im allgemeinen. "Zukunftsstrategien für den Wirtschaftsstandort NRW" lautete denn auch der offizielle Titel des Symposium. Insgesamt waren rund 100 Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Wirtschaftsförderungen nach Bonn gekommen, um hier Erfahrungen auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Der Kongress wurde ausgerichtet von der "Kommunalen Wirtschaftsförderung NRW", dem Zusammenschluss aller Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Städte, Gemeinden und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch die Wirtschaftsfördergesellschaften sind mit dem Verband der Wirtschaftsförder- und Entwicklungsgesellschaften (VWE) beteiligt.
Der Vorstandsvorsitzende der "Kommunalen Wirtschaftsförderung NRW", Hagens Oberbürgermeister Jörg Dehm, begrüßte dabei insbesondere die Teilnahme von Landeswirtschaftsminister Harry Voigtsberger: "Es ist gut, dass das Land in der Standortpolitik eng mit den Kommunen zusammenarbeiten will. Denn Nordrhein-Westfalen wird sich als Wirtschaftsstandort im globalen Wettbewerb der Regionen nur behaupten können, wenn die Verantwortlichen auf allen politischen Ebenen an einem Strang ziehen - und zwar in dieselbe Richtung", so Dehm. Eine Gefahr gerade für kleinere und mittelgroße Unternehmen stelle hingegen der zunehmende Fachkräftemangel dar. "Vielen Firmen fällt es gerade in der derzeitigen Boomphase zunehmend schwer, offene Stellen mit qualifizierten Kräften zu besetzen. Das gilt vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die bei potenziellen Mitarbeitern nicht so bekannt sind wie mancher große Konzern", weiß der Hagener Oberbürgermeister. Deshalb setzten sich die kommunalen Wirtschaftsförderer bei ihrem Kongress in Bonn zum einen mit der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt auseinander und berieten zum anderen darüber, welchen Beitrag die Kommunen und ihre Wirtschaftsförderer dazu leisten können, damit Unternehmen in der Region zielgerichteter als bisher qualifizierte Arbeitskräfte, aber auch Schüler und Studierende als Fachleute der Zukunft für sich gewinnen können.
"Gerade bei jungen Menschen sehen wir noch große Potenziale, die nicht ungenutzt bleiben dürfen. Um dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen, wird es in Zukunft auf eine intensivere Vernetzung zwischen der Wirtschaft auf der einen Seite und Schulen, Hochschulen und anderen Ausbildungsstätten auf der anderen Seite ankommen", kündigte Dehm an. Seiner Meinung nach haben die Kommunalverwaltungen, insbesondere die Wirtschaftsförderer dabei die Rolle des Mittlers inne.

























