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VRS-Sozialticket startet Anfang März 2012


11.01.2012 18:00 von:(red)

Schlagwörter: VRS,Sozialticket,Start,Hauptausschuss,Vergünstigung

Busse und Bahnen im VRSW-Gebiet werden für sozial Schwache günstiger. Ab 1. März 2012 gilt im gesamten Verbundgebiet ein neuer Sozialtarif. Symbolbild: Archiv Köln Nachrichten

Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg VRS startet seinen neuen Sozialtarif zum 1. März dieses Jahres. Wie der Verkehrsverbund am heutigen Dienstag bekannt gab, gelten zukünftig im gesamten Verbundgebiet, das neben den kreisfreien Städten Köln, Bonn und Leverkusen auch die Landkreise im Umland der Metropolen umfasst, einheitliche neue „Sozialtarife“. Das hatte der Zweckverband der VRS zuvor in monatelangen Gesprächen beschlossen. Unter dem Namen „Mobilpass“ werden zum 1. März 2012 rabattierte Vierer- bzw. MonatsTickets in den Preisstufen 1a bis 5 für die Berechtigten angeboten. Die Einführung war jedoch daran geknüpft, dass alle Mitgliedskörperschaften des VRS der Anwendung des Modells zustimmen. Dies ist nun geschehen, mit der Stadt Köln votierte am gestrigen Nachmittag der Hauptausschuss das zuständige Gremium als das letzte Verbundmitglied für die Einführung der 4er- und MonatsTickets Mobilpass.

In Köln wird es aber für die Zielgruppe eine weitere Besonderheit geben. Gegen die Stimmen der FDP wird das Sozialticket, so die gängige Bezeichnung für den „Mobilpass“, in Köln statt der üblichen 34,50 nur 31,890 Euro pro Monat kosten. Der Preis beschränkt sich allerdings nur auf das Kölner Stadtgebiet (Preisstufe 1b). Der Differenzbetrag wird aus dem städtischen Haushalt finanziert, hieß es dazu weiter. Einen Antrag der Linkspartei, auch die Preise für das Viererticket in Köln unter das vom VRS beschlossene Preisniveau zu senken, lehnte der Hauptausschuss allerdings einstimmig ab.

Diskussionen im Hauptausschuss

Die Kölner Ratsfraktionen lobten das Zusammengehen der Verbundpartner, aber auch die Vorbildfunktion der Stadt Köln. „Das ist der Fluch der guten Tat. Das Kölnpass-Modell mit seinem Sozialtarif war das Vorbild für das VRS-Sozialticket“, beschrieb SPD-Stadträtin Susanna dos Santos Herrmann den Ansatz. Allerdings äußerten die bürgerlichen Parteien leise Kritik an der Entscheidung, das Kölner Sozialticket etwas günstiger zu gestalten als in den restlichen Verbundkommunen des VRS.

„Wir werden Schwierigkeiten mit den anderen Kommunen bekommen“, befürchtet CDU-Verkehrsexperte Karsten Möring. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck sprach sich gegen die Vergünstigung aus. „Auch Landesmittel sind Steuergelder“, warnte der FDP-Politiker vor allzu leichtfertiger Bezuschussung von Leistungen. Mit seiner Ablehnung blieb Sterck allerdings der einzige. „Wir sollten diesen positiven Schritt nicht zerreden“, appellierte Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Jörg Frank an die Anwesenden. Die anderen stimmberechtigten Fraktionen befürworteten in der abschließenden Abstimmung den Vorschlag eines Sondertarifs fü Köln.

Empfänger von Tranferleistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II) oder SGB XII sind ebenso empfangsberechtigt wie Empfänger von Regelleistungen nach dem Asylbewerbergesetz sowie Empfänger von laufenden Leistungen der Kriegsopferfürsorge nach dem Bundesversorgungsgesetz.Ab 19 Uhr dürfen die Empfangsberechtigen auch Fahrräder mitbefördern lassen. In Köln sind neben den genannten Zielgruppen auch so genannte „Geringverdiener“, die den Kölnpass haben, empfangsberehtigt. Der neue Sozialtarif wird auch in der Stadt Monheim gültig sein. Finanziert wird die verbundweite Rabattierung durch Fördermittel des Landes NRW.

Im VRS sind die Städte Köln, Bonn und Leverkusen, der Rhein-Erft-Kreis, der Kreis Euskirchen, der Oberbergische Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis als Mitgliedskörperschaften zusammengeschlossen. Die Preistabelle des neuen VRS-Sozialtarifs finden sie im Internet unter: www.vrsinfo.de.







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