Jedes dritte Kind in NRW-Kindergärten hat einen Zuwanderungshintergrund
09-03-2010 9:30:00
Auch die NRW-Landesregierung wirbt für mehr Kinderbetreuung, hier bei der Eröffnung eines Familienzentrums im Kölner Stadtteil Kalk. Bild: Archiv Köln Nachrichten
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| Auch die NRW-Landesregierung wirbt für mehr Kinderbetreuung, hier bei der Eröffnung eines Familienzentrums im Kölner Stadtteil Kalk. Bild: Archiv Köln Nachrichten :: ClickBild=Vollbild |
Der Anteil von Kinder aus Familien mit Zuwanderungshintergrund ist auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Das gab das Statistische Landesamt IT.NRW am gestrigen Montag bekannt. Landesweit haben von 477.088 Kindern 162.597 mindestens ein Elternteil nicht-deutscher Herkunft. Das entspricht einem Anteil von 33,8 Prozent. Im Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 33,2 Prozent. Auch Kinder aus Familien, in denen nicht vorrangig deutsch gesprochen wird, stieg im vergangenen Jahr weiter an. Mit 102.863 hat sich der Anteil mit 21,4 Prozent ebenfalls erhöht, allerdings fiel dieser Anstieg nicht ganz so deutlich aus. Spitzenreiter in dieser Statistik ist die Stadt Duisburg, wo bereits jedes zweite Kind in der Kinderbetreuung einen Migrationshintergrund. Auch in Hagen und Gelsenkirchen lag der Anteil von Kinder aus Familien mit Zuwanderungshintergrund mit 48 Prozent nur knapp dahinter. In ländlichen Landesteilen ist der Anteil von Kindern aus Migrantenfamilien hingegen deutlich geringer. So haben im Kreis Borken lediglich 19,5 Prozent der Kinder einen Zuwanderungshintergrund, im Kreis Coesfeld sogar nur 14,5 Prozent. Auch bei Kindern aus Familien, in denen überwiegend eine andere Sprache als deutsch gesprochen wird, liegen die Städte Duisburg (38 Prozent) und Gelsenkirchen (37,2 Prozent) vorne. Der Kreis Höxter weist in dieser Statistik mit 8,3 Prozent den niedrigsten Wert aus.
Auch in der größten NRW-Kommune Köln ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in der Kindertagesbetreuung hoch. So wurden in Köln zum Zeitpunkt der Erfassung (März 2009) 29.412 Kinder unter sechs Jahren in Einrichtungen betreut, mehr als 1100 mehr als ein Jahr zuvor. Mit 13.417 Kindern aus Migrantenfamilien stieg auch hier der Anteil von 45 auf 45,6 Prozent. Mit 9238 (nach 8847 im Vorjahr) lag der Anteil von Kindern, in dessen Familien vorrangig nicht deutsch gesprochen wird, bei 31,4 Prozent. Dieser Anteil stieg im Gegensatz zum vormaligen Wert nur leicht an, ein Jahr zuvor betrug dieser Wert noch 31,3 Prozent. Köln hat damit innerhalb des Regierungsbezirks die höchsten Werte. Insgesamt entstammten im Regierungsbezirk im vergangenen Jahr 34 Prozent einer Familie mit zumindest teilweisem Zuwanderungshintergrund. 21,6 Prozent kommen aus Familien, in den nicht vorrangig deutsch gesprochen wird.
Weitere Informationen finden Sie auch in der kostenlosen Veröffentlichung des Landesamtes „Kinderbetreuung in Nordrhein-Westfalen am 1. März 2009“. Das Werk kann im Internet kostenlos heruntergeladen werden. Sie finden das Dokument unter: www.it.nrw.de.
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