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27. 05. 2012
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NRW: 2010 wurden rund 230 Bomben entschärft


28.08.2011 21:23 von:

Schlagwörter: NRW,Kampfmittelräumdienst,2010,Bombe,Entschärfung,Innenministerium

Der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung untersteht auf Landesebene dem Landesinnenministerium. Dabei konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bombenentschärfung auch im vergangenen Jahr kaum über mangelnde Nachfrage beschweren. Wie das zuständige Ministerium am vergangenen Donnerstag bekannt gab, wurden im Jahr 2010 insgesamt und landesweit rund 230 größere Bomben erfolgreich entschärft. Für zwei Drittel der gefundenen und entschärften Weltkriegsgeschosse haben die Kampfmittelräumer Luftbilder ausgewertet und sich proaktiv auf die Suche nach den explosiven Gegenstände gemacht. Größere Bomben sind nach Definition der Landesregierung mindestens einen Zentner schwer. Die Bedeutung der so genannten Zufallsfunde, die beispielsweise bei Bauarbeiten in Städten aufgefunden werden, geht dabei kontinuierlich zurück. So konnten in 97 Fällen die später geräumten Bomben als konkrete Verdachtspunkte auf Kriegsluftbildern erkannt werden. Weitere 54 Bomben wurden entdeckt, weil die Aufnahmen Verdachtsmomente für einen Fund lieferten, führte der Minister am vergangenen Donnerstag aus.

In der Regel begleitet der Kampfmittelbeseitigungsdienst dabei die Bauherrn bereits in der Planungsphase. 2010 gingen dazu 13.637 Anfragen in den Bezirksregierungen Arnsberg und Düsseldorf ein, das entspricht einem deutlichen Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2009: 10.355). 1641 Granaten und Bomben wurden dabei zufällig gefunden, etwas weniger als ein Jahr zuvor (2009: 1677). Die Zahl der tatsächlich entschärften Bomben ging dabei deutlich von 993 auf 695 zurück. Immer häufiger rückten die Kampfmittelexperten für Nebel-, Brand-, Splitter- und kleinere Sprengbomben aus. Landesweit wurden 9159 Geschosse aller Art geräumt, ein Rückgäng um rund die Hälfte gegenüber dem Vorjahr (18.938), darunter 6199 Granaten und Handgranaten (Vorjahr: 12.453). gestiegen ist dafür die Zahl der gefundenen Minen. Die aber machen mit 67 (Vorjahr: 54) nur einen geringen Anteil an den gefundenen und beseitigten Sprengmitteln aus, so die Verantwortlichen weiter.

"Die Zahlen zeigen, wie wichtig die Kampfmittelbeseitigung auch über 65 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg noch ist und künftig bleiben wird", betonte Jäger. Im vergangenen Jahr ereigneten sich dabei vier Unfälle mit neun Leichtverletzten. So erlitt ein Ehepaar Verletzungen, weil ein Geschoss im Brennholz steckte und in die Luft ging, als das Holz im Ofen verbrannte. Die anderen sieben Verletzten wurden durch gefährliche Dämpfe vor allem durch phosphorhaltige Munition. Das Land investierte im vergangenen Jahr rund 21 Millionen Euro in die Beseitigung der Weltkriegsgeschosse, 1,5 Millionen Euro erhielt die Landesregierung aus dem Bundeshaushalt erstattet, weil es sich dabei um ehemalige Reichsmunition handelte. Private Räumfirmen helfen bei der Beseitigung. Dafür vergab das Land Aufträge im Gesamtwert von rund 5,5 Millionen Euro, meldete das Ministerium abschließend.







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