27. 05. 2012
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NRW: Geringqualifizierte sind armutsgefährdet
Vor allem Personen mit geringer Qualifikation sind in Nordrhein-Westfalen armutsgefährdet. Mehr als ein Drittel, genau 36,2 Prozent, der Personen aus Haushalten von Geringqualifizierten von relativer Einkommensarmut betroffen. Gerade die Qualifikation entscheidet in vielen Fällen, ob die betreffenden Personen über ein auskömmliches Einkommen verfügen. Besitzen die Personen ein mittleres Qualifikationsniveau liegt die Armutsgefährdung bei nur noch 12,4 Prozent. Hochqualifizierte hingegen sind nur 3,8 Prozent von relativer Einkommensarmut betroffen, berichteten die Landesstatistiker des Landesamtes IT.NRW.
Der Trend zeigt – allen konjunkturellen Entwicklungen zum Trotz – seit dem Jahr 2005 in eine eindeutige Richtung. So erhöhte sich der Prozentsatz der Armutsgefährdeten mit geringer Qualifikation binnen fünf Jahren von 31,7 auf 36,2 Prozent. In den anderen beiden Gruppen blieb dieser Anteil indes stabil oder sank sogar leicht. Die Ergebnisse basieren auf Berechnungen von IT.NRW, die im Rahmen des Projekts "Sozialberichterstattung der amtlichen Statistik" durchgeführt wurden. Nach der Definition der Europäischen Union gelten Menschen als armutsgefährdet, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) der Bevölkerung, hier dem mittleren Einkommen in NRW, auskommen müssen. 2010 lag die Armutsgefährdungsschwelle laut Mikrozensus für Ein-Personen-Haushalte bei monatlich 815 Euro, so das Landesamt abschließend.
Weitere Hintergründe zur Methodik der statistischen Armutserhebung finden sie auch im Internet unter: www.amtliche-sozialberichterstattung.de.

























