27. 05. 2012
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NRW: Inflation steigt auf neuen Höchststand
Die jährliche Geldentwertung hat im Monat Juli 2011 einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Mittwoch bekannt gab, lag die Jahresinflation mit 2,7 Prozent so hoch wie zuletzt im August 2008. Damals kurz vor Ausbruch der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise betrug die Preisentwertung 2,9 Prozent. Auch gegenüber dem Vormonat hat sich der Preisauftrieb im bevölkerungsreichsten Bundesland auf 0,4 Prozent beschleunigt. Der entsprechende Indexwert betrug im Juli 2011 110,7 Punkte. Der bisherige Höchststand im Jahresverlauf 2011 betrug 2,5 Prozent, erreicht im April und im Juni. Im Mai ging die Inflation auf 2,3 Prozent zurück.
Hauptpreistreiber im Warenkorb der Landesstatistiker waren in den vergangenen Monaten vor allem Energieträger und Kraftstoffe. Die Preise für Heizöl stiegen dabei mit 25,7 Prozent im Jahresverlauf am stärksten an. Die Preise für Kraftstoffe erhöhten sich um 12,5 Prozent. Der gesamte Bereich der Mineralprodukte legte zwischen Juli 2010 und Juli 2011 um 15,3 Prozent zu. Auch aus dem Lebensmittelbereich gab es Preisdruck. Hier schlug vor allem die vor Monatsfrist durchgesetzte Preiserhöhung für Kaffee auf die Verbraucherpreise durch. Binnen eines Jahres stieg der Kaufpreis für dieses Grundnahrungsmittel um 20,3 Prozent. Entlastung in der Inflationsrechnung gab es vor allem bei Mobiltelefonen. Deren Preis sankt innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 22,3 Prozent.
Im Monatsvergleich gab es den zur Sommerzeit üblichen Anstieg bei Ferienwohnungen (+ 30,1 Prozent), Flugreisen (+ 14,7 Prozent) und Pauschalreisen mit einem Preisanstieg von immerhin novh 10,5 Prozent. Rechnet man diesen saisonalen Effekt heraus, wären die Verbraucherpreise von Juni auf Juli dieses Jahres sogar leicht – um 0,1 Prozent – gesunken, wie die Landesstatistiker abschließend meldeten.

























