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27. 11. 2014
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NRW: Trotz Rückgangs der Unfallzahlen deutlich mehr Tote und Schwerverletzte


27.02.2012 16:45 von:(red)

Schlagwörter: NRW,Verkehrsunfallstatistik,2011,Geschwindigkeit,Fußgänger,Radfahrer

Trendwende oder einmaliger Ausrutscher. Die Zahl der Verkehrstoten stieg deutlich an. Grafik: Landesinnenministerium NRW

Im bevölkerungsreichsten Bundesland ist die Zahl der Verkehrsunfälle im zurückliegenden Jahr 2011 leicht um 0,8 Prozent zurückgegangen. Wie das Landesinnenministerium am heutigen Montag in Düsseldorf berichtete, lag die Zahl der Verkehrsunfälle rund 580.000 Unfällen. Mit 634 ist die Zahl der Verkehrstoten allerdings deutlich angestiegen, konkret um 84 oder 15 Prozent. „Jahrelang zeigte die Kurve nach unten. Jetzt haben wir jedoch einen deutlichen Anstieg der Opfer“, erklärte Innenminister Ralf Jäger bei der Vorstellung der Zahlen in der Landeshauptstadt.

Stark gestiegen, wenn nicht ganz so heftig wie die der Verkehrstoten, ist auch die Zahl der Schwerverletzten. Sie erhöhte sich 2011 um 13 Prozent auf 13.874. Die Zahl der insgesamt verunglückten Personen stieg hingegen mit sieben Prozent deutlich weniger stark. Offenbar haben sich in der aktuellen Statistik vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer als Betroffene offenbart. 39 tote Fußgänger mehr als ein Jahr zuvor (Gesamt: 133) sprechen eine deutliche Sprache. Auch bei den Radfahrern gab es ein deutliches Plus bei der Zahl der Gesamtunfälle (Anstieg von 14 Prozent auf 16.133), in 69 Vorfällen wurden die Radfahrer getötet.

Unfallursachen: Geschwindigkeit bliebt Ursache Nummer 1

Weiterhin bleibt überhöhte oder unangemessene Geschwindigkeit die Hauptunfallursache. 235 Verkehrstote sind auf diese Ursache zurückzuführen. Das entspricht zudem einem überdurchschnittlichen Anstieg von 37 Prozent und macht damit mehr als ein Drittel aller Unfälle aus. Eine weitere entscheidende Ursache ist die Fahrt unter Einfluss von Alkohol oder Drogen. Dieser fielen 66 Menschen (zehn Prozent) zum Opfer. Weil sie sich nicht angegurtet hatten, starben 51 Fahrzeuginsassen (acht Prozent). Allein durch diese drei Ursachen wurden 350 Menschen im Straßenverkehr getötet. „Das wollen wir nicht hinnehmen, denn jeder Verkehrstote ist einer zuviel“, betonte der SPD-Politiker. Der zuletzt durchgeführte „24-Stunden-Blitz-Marathon“ sei so eine Folge dieser gestiegenen Unfallzahlen. Auch zukünftig will die rot-grüne Landesregierung auf eine Kombination aus präventiven und repressiven Maßnahmen setzen. Wenigstens ein Aspekt stellt sich aus Sicht der Verantwortlichen positiv dar. Mit 13 Kindern starben auf den Straßen des Landes neun weniger als ein Jahr zuvor, trotz eines sechsprozentigen Anstiegs bei den Gesamtunfallzahlen (7064).







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