27. 05. 2012
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NRW: Zahl der Adoptionen steigt deutlich an
Die Zahl der Adoptionen in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr spürbar angestiegen. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Dienstag bekannt gab, wurden 953 Kinder und Jugendliche im vergangenen Jahr adoptiert. In genau 500 Fällen waren es Stiefeltern, in 42 weiteren Fällen andere Verwandte. 452 adoptierte Kinder waren Mädchen. Der Anteil der Kinder mit nicht-deutscher Abstammung ist hingegen 2010 von 26,4 auf 21,7 Prozent gesunken. Auf der anderen Seite sank die Zahl der "vorgemerkten Adoptivbewerber" auf einen neuen absoluten Tiefststand. Mit 1854 waren es im vergangenen Jahr nochmals 57 weniger als ein Jahr zuvor. Die schulpflichtigen Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren machten mit 394 den größten Anteil aus. Das entspricht einem Anteil von 41,3 Prozent, knapp ein Drittel (29,3 Prozent oder 279) waren jünger als drei, so die Landesstatistiker weiter.
In Köln explodieren die Bewerberzahlen, in Dortmund nicht
In Köln gab es unterdessen eine bemerkenswerte Besonderheit. Das lag weniger an der Zahl der Adoptionen. Die war zwar mit 36 um zehn höher als ein Jahr zuvor. Auch der Anteil Mädchen – genau 50 Prozent – war nichts Besonderes. Vielmehr überraschte die Domstadt bei der Zahl der vorgemerkten Adoptivbewerber. Mit 247 verdreifachte sich die Zahl der Bewerber nahezu, ein Jahr zuvor waren es lediglich 85. Damit lief Köln nicht nur komplett gegen den Landestrend, diese Zahl war zugleich die zweithöchste im Laufe der vergangenen zehn Jahre, wie das Landesamt weiter bekannt gab. Das sah in anderen Städten ganz anders auch. Beispiel Duisburg: Hier schrumpfte die Zahl der adoptierten Minderjährigen von 18 auf ganze sechs. In den großen Nachbarkommunen der Rheinschiene gab es ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen. Während in der Landeshauptstadt Düsseldorf mit 67 Adoptierten die Zahl nahezu konstant blieb (Vorjahr: 66), machte die Zahl beim südlichen Nachbarn, der ehemaligen Bundeshauptstadt einen Satz von fünf auf 13. Mit dem Anstieg auf 36 rückte Köln zudem wieder auf den dritten Platz der NRW-Kommunen, Dortmund ist mit 50 Adoptionen Zweiter. Im Ranking der vorgemerkten Bewerber belegt die Domstadt dank des rasanten Anstiegs den ersten Rang, vor Düsseldorf mit 218 Bewerbern. Dortmund hat hingegen ganz andere Probleme. Hier stehen inzwischen zwölf Minderjährige auf Vormerkung. Der Ruhgebietsmetropole gehen die Bewerber aus. Waren es 2009 noch 84, sank die Zahl im vergangenen Jahr auf 27.

























