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27. 05. 2012
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NRW: Zahl der Empfänger von Leistungen zur Grundsicherung steigt


21.10.2011 08:37 von:

Schlagwörter: NRW,Grundsicherung,2011,Empfänger,Alter,Senioren,Erwerbsgeminderte,Behinderungen

Immer mehr Menschen erhalten in Nordrhein-Westfalen staatliche Leistungen zur so genannten Grundsicherung. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Freitag bekannt gab, erhielten Ende 2010 mehr als 200.000 (204.279) Personen Unterstützungsleistungen dieser Art. Gegenüber dem Vorjahr waren das 9115 oder 4,7 Prozent mehr. 112.245 Empfängerinnen und Empfänger waren bereits älter als 65 Jahre, so die Landesstatistiker weiter. Vor allem Frauen sind im Alter davon abhängig, dass ihnen der Staat diese Leistungen gewährt. Mit 74.916 lag die Zahl der Seniorinnen, die diese Leistungen beziehen um rund das Doppelte über der Zahl der Männer (37.329), folglich liegt ihr Anteil an dieser Empfängergruppe bei rund zwei Drittel. Empfangsberechtigt sind Personen, deren Rente oder Einkünfte nicht zur Deckung der monatlichen Ausgaben reichen.

Neben der Gruppe der älteren Menschen, die nicht mehr im Erwerbsleben stehen, können auch Menschen unter 65 Jahren diese Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie wegen Behinderungen oder anderer gesundheitlicher Gründe nicht oder nicht mehr erwerbsfähig sind, das heißt dann im Amtsdeutschen Grundsicherung bei Erwerbsminderung. Von den 92.034 Personen, die diese Leistungen erhielten, waren hingegen nur 45,8 Prozent weiblichen Geschlechts. Zwar drückt sich damit auch in gewisser Weise die zunehmende Altersarmut aus. Allerdings ist die so genannte Grundsicherungsquote eher gering. So liegt der Anteil der Älteren, die diese Leistungen erhalten, an der Gesamtzahl in der Altersklasse bei gerade mal 3,1 Prozent, ältere Frauen kamen auf eine "Quote" von3,6 Prozent, teilten die Landesstatistiker abschließend mit.

Köln und Münster gegen den Trend

Nicht in allen Kommunen war die Zahl der älteren Leistungsempfänger größer als die der „Erwerbsgemindern“. In der größten Kommune des Landes waren insgesamt 29.044 Menschen auf Leistungen zur Grundsicherung angewiesen, ein Jahr zuvor waren es 670 weniger. 12.161 waren älter als 65 Jahre, 16.883 hingegen „erwerbsgemindert“. Das unterstreicht den Status de Millionenmetropole als „junge“ Stadt. Allerdings wachsen auch die rheinischen Nachbarkommunen Düsseldorf und Bonn, hier aber ist das Verhältnis aber genau anders herum. So waren Ende 2010 in der ehemaligen Bundeshauptstadt von den 3460 Empfängern 2293 älter als 65. In Düsseldorf entfielen auf die Senioren gar 7015 der insgesamt 9372 Empfänger. Einzig Münster sticht aus dem Feld der NRW-Kommunen noch deutlicher heraus. Mit 17.036 Leistungsbeziehern liegt Münster hinter der Domstadt, allerdings waren davon lediglich 2909 älter als 65 Jahre. Mit 14.127 voll erwerbsgeminderten Bezieher war die 280.000 Einwohner-Kommune nicht weit von der Millionenstadt am Rhein entfernt.







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