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27. 05. 2012
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NRW: Zahl der Gewerbeanmeldungen geht zurück


12.09.2011 10:04 von:

Schlagwörter: NRW,Köln,Gewerbeanmeldung,Halbjahr,2011,Rückgang,Köln,Anstieg,Gründerklima

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres haben deutlich weniger Bürgerinnen und Bürger ein Gewerbe bei den zuständigen Kommunaldienststellen angemeldet. Das teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag in einer Presseerklärung mit. Die registrierten 87.183 Anmeldungen bedeuten einen Rückgang von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Landesstatistiker weiter ausführten. Gleichzeitig stieg landesweit die Zahl der Gewerbeabmeldungen um 2,7 Prozent auf 79.272. Aus Sicht der Landesstatistiker lag der Rückgang vor allem an der stark rückläufigen Zahl von Anmeldungen im bereich der solaren Stromerzeugung, insbesondere im Bereich der netzgekoppelten Photovoltaik-Anlagen. Gewerbliche Neuerrichtungen machten mit 73.860 den Löwenanteil aus, 14.588 dieser Gewerbeanmeldungen erfolgten in Form einer Betriebsgründung. 33.065 Gewerbeanmeldungen starteten als Kleinbetrieb, 25.836 als Nebenerwerb. Zuzüge und Übernahmen machten hingegen mit 7660 und 5663 nur einen kleineren Teil der Neugründungen aus, wie es dazu weiter hieß.

Heiteres Gründerklima in Köln und einigen Umlandgemeinden

In der größten Kommune des Landes hingegen gab es deutlich positivere Vorzeichen. Im Gegensatz zum Landestrend stieg die Zahl der Neuanmeldungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich an. Insgesamt registrierten die Kölner Behörden 6909 Anmeldungen, 6,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2010. Mit 5819 Neuerrichtungen waren es sogar 11,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings stieg auch die Zahl der Abmeldungen deutlich stärker als im Landesdurchschnitt. Insgesamt verzeichnete die Domstadt im ersten Halbjahr einen Anstieg von 12,2 Prozent auf 5613, bei den Geschäftsaufgaben lag die Zahl mit 4581 sogar um mehr als ein Fünftel (+ 21,2 Prozent) über den Zahlen des Vorjahreszeitraums. In den umliegenden Städten und Gemeinden war die Stimmung nicht ganz so positiv, aber immer noch besser als im Landestrend.

So verzeichnete auch Bonn mit 1679 Anmeldungen ein leichtes Plus von 1,5 Prozent. Mit 4263 Anmeldungen gingen die Zahlen in der Landeshauptstadt zwar zurück, der Rückgang lag jedoch mit 0,1 Prozent nur im minimalen Bereich. Im so genannten Speckgürtel gab es sogar eine Kommune, die in den ersten sechs Monaten einen regelrechten Gründerboom verzeichnete. Die Stadt Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis kam auf 220 Gewerbeanmeldungen. Das entspricht einem Anstieg von 158,8 Prozent. Allerdings bedeuten Gewerbeanmeldungen nicht automatisch auch tatsächlich neue Arbeitsplätze oder neue Betriebe entstehen, schließlich ist die Anmeldung selbst nur eine Art "Absichtserklärung", wie die Landesstatistiker abschließend einschränkten.







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