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27. 05. 2012
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NRW: Zahl der Selbstmorde auf neues Zwölf-Jahres-Hoch


09.08.2011 08:35 von:

Schlagwörter: Köln,NRW,Selbstmorde,Suizide,2010,Anstieg,Senioren,Statistik,Landesamt

Die Zahl der Selbsttötungen ist im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Landesweit registrierten die Behörden 1816 Suizide, 150 oder neun Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auch in der Domstadt stieg die Zahl der Selbstmorde an, mit 127 gegenüber 110 im Vorjahr sogar stärker als im Landesdurchschnitt. Landesweit waren es vor allem Männer, die ihrem Leben freiwillig ein Ende setzen. 1350 verübten eine Selbsttötung, auf der anderen Seite nahmen sich 466 Frauen das Leben, wie das Statistische Landes IT.NRW am heutigen Dienstag bekannt gab. In der Domstadt war das Verhältnis mit 98 Männern zu 29 Frauen noch etwas unausgeglichener. Auch bezogen auf die Gesamtbevölkerung liegt die Domstadt über dem Statistischen Mittel von etwas mehr als einem Prozent. In Köln waren es statistisch betrachtet 1,2 Fälle pro 10.000 Einwohner oder 0,12 Prozent.

Nur wenige Städte verzeichneten im vergangenen Jahr einen Rückgang bei den Suiziden. So geschehen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier gab es im vergangenen Jahr 47 Fälle einer Selbsttötung nach 52 im Vorjahr. Damit liegt Düsseldorf auch beim Verhältnis zur Gesamtbevölkerung deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Noch stärker ging die Zahl der Suizide im benachbarten Rhein-Kreis Neuss zurück. Nach 45 im Vorjahr waren es im vergangenen Jahr nur noch 35 Selbstmorde. Eine Verdopplung der Selbstmordfälle registrierten die Behörden hingegen in Duisburg. Hier stieg die Zahl von 25 auf 51 an. In Kölns südlicher Nachbarstadt Bonn erhöhte sich die Zahl der Selbstmorde um neun auf 39. Das ist zugleich ein neuer Höchststand seit dem Jahr 1992. In der Landesstatistik wurde zuletzt im Jahr 1998 mit 1900. Den bisher höchsten Stand an Selbstmorden gab es landesweit ebenfalls im Jahr 1992 mit 2280. In Köln nahmen sich zuletzt im Jahr 2005 mit 148 mehr Menschen das Leben, so die Landesstatistiker weiter.

Die meisten Selbsttötungen wurden durch Erhängen, Strangulieren oder Ersticken herbeigeführt, die Landesstatistiker errechneten hier 747 Fälle. 322 vergifteten sich die Selbstmörderinnen und Selbstmörder mit Alkohol oder Medikamenten. Stürze von Häusern und Brücken waren für 165 Selbstmorde verantwortlich. Die meisten Selbstmorde ereigneten sich im Frühjahr. Alleine im März und April verzeichnete NRW 507 Selbsttötungen. In den drei Wintermonaten Januar, Februar sowie im Dezember waren es mit zusammen 407 deutlich weniger.







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