27. 05. 2012
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Zahl der Wohngeldempfänger ging 2010 leicht zurück
Die Zahl der Wohngeldempfänger ist Ende 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt um 2,6 Prozent zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag bekannt gab, bezogen im vergangenen Jahr mit Stichtag 31. Dezember 188.138 Haushalt Wohngeld-Leistungen. Ein Jahr zuvor waren es 193.215. Die überwiegende Mehrzahl der Haushalte erhielten die Leistungen in Form eines Mietzuschusses (173.149), auch diese sank um 2,1 Prozent. Die restlichen Wohngeldempfänger erhalten einen so genannten Lastenzuschuss, davon betroffen waren Ende 2010 14.989, 8,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Landesstatistiker meldeten.
Trotz rückläufiger Zahlen der Empfänger dürfte der Staat an den Ausgaben für Wohngeld kaum etwas gespart haben. Grund dafür ist der Anstieg des durchschnittlichen Mietkostenzuschusses von 133 auf 135 Euro. Beim so genannten Lastenzuschuss stieg der Durchschnitt sogar um sechs auf 179 Euro pro Empfänger an. Größte Zielgruppe des Wohngelds sind Ruheständler (81.720), es folgen Arbeiter (48.221), Angestellte (23.388) und Arbeitslose (14.242). Neben Selbständigen (2931), Studierenden (6595) und Pensionären (119) erhalten auch 319 Beamte Förderung via Wohngeld.
In der größten Kommune des Landes bezogen Ende vergangenen Jahres 10.846 Haushalte Wohngeld. Das entspricht einem Anstieg von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und läuft damit dem Landestrend entgegen. In 10.563 Fällen wurde die Transferleistung in Form des Mietzuschusses ausgezahlt. Die Zahl der Lastenzuschüsse spielte mit 283 kaum eine Rolle in der Kölner Statistik. Mit 145 Euro pro Empfängerhaushalt liegt der durchschnittliche Wohngeldzuschuss deutlich über dem Landesdurchschnitt. Deutlich Gesunken sind die Zahlen der Wohngeldempfänger hingegen in den Nachbarstädten Bonn (- 4,1 Prozent), Leverkusen (- 2,4 Prozent) und Düsseldorf (-4,5 Prozent). Beim durchschnittlichen Wohngeld liegt Düsseldorf mit 155 Euro pro empfangendem Haushalt noch höher als Köln. Es ist sogar der Spitzenwert unter den kreisfreien Städten des Landes. Nur der Rhein-Sieg-Kreis war mit 158 Euro pro Monat und Haushalt noch etwas aufwändiger beim Wohngeldzuschuss.
Zahl der Wohngeldempfangen Mischhaushalte steigt
Seit dem Jahr 2005 können auch so genannte "Mischhaushalte" Wohngeld beantragen. sind Haushalte, in denen Wohngeldberechtigte mit Personen zusammenleben, die Transferleistungen erhalten, aber selbst nicht wohngeldberechtigt sind. Im Gegensatz zu den reinen Wohngeldhaushalten stieg hier die Zahl der Wohngeld beziehenden Haushalte im Vergleich zum Vorjahr an: 2010 erhielten in NRW 47.189 solcher Mischhaushalte Wohngeld; das waren 30,6 Prozent mehr Haushalte als ein Jahr zuvor. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch war mit 164 Euro um fünf Euro höher als im Vorjahr. 46.373 Mischhaushalte erhielten Wohngeld in Form eines Mietzuschusses, 816 Haushalten wurde die Unterstützung als Lastenzuschuss ausgezahlt. Damit stieg auch die Gesamtzahl der Wohngeldempfänger im vergangenen Jahr um 5911 Haushalte oder 2,6 Prozent an, teilte die Landesbehörde weiter mit.

























