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27. 05. 2012
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Am Rheinufer werden weniger Bäume gefällt


17.06.2009 01:30 von:

Schlagwörter: Köln,Tunnelausbau,Rheinuferstraße,Querung,Nord,Süd,Stadtbahn,KVB,Fahrspuren,Baum

In den zurückliegenden Monaten war die geplante und notwendige Querung der Rheinuferstraße zur Vollendung des zweiten Bauabschnitts der Nord-Süd-Stadtbahn ein beständiger Aufreger, nicht nur in den politischen Gremien der Stadt. Noch im August vergangenen Jahres schockte die Stadtverwaltung die Öffentlichkeit mit der Ankündigung, dass im Zuge der Querung bis zu 150 Bäume gefällt werden müssten. Fast ein Jahr später stellt sich die Situation aus Sicht der Umweltschützer deutlich entspannter dar. So teilte die Stadtverwaltung auf eine schriftliche Anfrage des Kölner Bürger Bündnisses (KBB) am gestrigen Dienstag mit, dass je nach Querungsart die Zahl der zu fällenden Bäume deutlich geringer ausfällt. Selbst bei der Tunnellösung, die von der CDU favorisiert wird, liege die Zahl der zu fällenden Bäume bei rund 110. Entscheidet sich der Stadtrat für den Ausbau der Rheinuferstraße auf sechs Fahrspuren, sinkt diese Zahl noch einmal auf 75 ab. Diese Variante hätte nach Aussage des Kölner Baudezernenten zudem den Vorteil, dass der größte Teil der Bäume nachgepflanzt werden könnte. Im Falle einer Tunnellösung gelte dies aber nur für einen Teil des Baumbestandes, räumte Streitberger ein.

Während bei der Tunnellösung die Stützwände in den Untergrund eingezogen werden und dadurch die Fällung notwendig und eine Nachpflanzung unmöglich gemacht wird, werden nach Darstellung der Fachverwaltung dank nochmaliger Überplanung die rheinseitigen Baumbestände sogar erhalten bleiben. Diese Variante bedingt allerdings trotzdem die Fällung von 75 Stadtbäumen im Bereich der Sürdbrücke. Davon betroffen sind unter anderem sämtliche Bäume auf dem Mittelstreifen sowie die auf der rheinabgewandten Seite stehenden Baumbestände. Fast alle Bäume könnten aber nach Fertigstellung der Baumaßnahmen wieder neu gepflanzt werden, ergänzte Streitberger. Bei der ersten Vorlage sollten auch bei dieser Variante rund 150 Bäume gefällt werden. Das hatte unter den Gegnern und Anwohnern heftigen Protest ausgelöst. Das Argument des Fragestellers, Dr. Martin Müser, dass bei einer Tunnellösung weitaus weniger als die nun eingeräumten 110 Baumfällungen anfallen, widersprach der Leiter des Kölner Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, Klaus Harzendorf. Die Situation sei eben nicht, wie vom KBB-Vertreter berechnet, mit der Situation des Rheinufertunnels vergleichbar. Grund dafür seien die Widerlagerfundamente der Südbrücke sowie die Rampenneigung und die Topografie des dortigen Geländes, erklärte Harzendorf dem Ausschuss.







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