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27. 05. 2012
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Bezirkssportanlage auf Sürther Feld soll doch entstehen


24.06.2010 08:35 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Rodenkirchen,Bezirkssportanlage,Sürther Feld,Beschlussvorlage,Sportaus

"Da sieht man mal, was alles möglich ist”, so der Kommentar des Vorsitzenden im Sportausschuss des Stadtrates, Peter Kron (SPD). Unter Tagesordnungspunkt 6.2 stand am vergangenen Dienstag eine Beschlussvorlage der Verwaltung zur Abstimmung, die nun doch eine neue Bezirkssportanlage für den Kölner Süden, genauer auf dem Baugrund Sürther Feld in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neubau der Gesamtschule Rodenkirchen, vorsieht. Als "Treppenwitz" bezeichnete Kron dabei die zurückliegenden Diskussionen um die Sportanlage, die nach Ansicht der Fachpolitiker so wichtig wie notwendig für den Kölner Süden ist. 6,673 Millionen Euro soll die Anlage samt Kreisverkehr, Parkplatz zwei Sportstätten (Großspielfeld und Leichtathletikbahn) und Sanitär- und Lagergebäude kosten. Die Vorlage muss jedoch noch die Beratungsfolge durchlaufen. Nach dem einstimmigen Votum des Fachausschusses müssen nun noch die Bezirksvertretung Rodenkirchen, der Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft sowie am 13. Juli dieses Jahres auch der Stadtrat der Vorlage zustimmen. Bei aller Zustimmung in der Sache bereitete vor allem den Grünen die Anmerkungen und Hinweise des Rechnungsprüfungsamtes Sorge. "Beim Blick auf das Schreiben des Amtes wird mir angst und bange", erklärte Elisabeth Thelen von den Grünen. So fehlen unter anderem Mädchenumkleidekabinen, die Anlage des Kreisverkehrs wurde ohne "Massenermittlung vorgelegt, von den römischen Funden in diesem Bereich einmal abgesehen. Auch die Anlage der Flutlichtmasten, die Einhaltung der Fluchtwege und die Sicherstellung, dass nach starken Regenfällen das Wasser entsprechend versickern kann, nötigte das Rechnungsprüfungsamt zu Anmerkungen. Auch müsse gewährleistet sein, dass die Anlage in den Abendstunden aufgeschlossen werden kann, zum Beispiel durch den Hausmeister der angrenzenden Schule.

"Das sind Anmerkungen und Hinweise, keine Beanstandungen", betonte die zuständige Dezernentin Dr. Agnes Klein. Trotzdem werde die Sportverwaltung vor den nächsten Gremiensitzungen eine entsprechende Stellungnahme der Fachverwaltung als Anlage den Fachpolitikern vorlegen. Größter Einzelposten in der Kostenkalkulation der Fachverwaltung, die dem Ausschuss zur Beratung vorlag, ist die Errichtung der Kampfbahn samt Kugelstoßanlage, Kunstrasenspielfeld und der dazu notwendigen Entwässerung. Hierauf entfallen alleine knapp 1,4 Millionen Euro. Auch den Lärmschutz und die Absenkung der Anlage um rund 1,50 Meter samt den dazu notwendigen Bodenarbeiten will sich die Stadt fast eine Million Euro kosten lassen. Eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand (Kosten: 181.000 Euro), eine Vier-Mast-Trainingsbeleuchtungsanlage (404.000 Euro) sowie ein Kreisverkehr und die entsprechende Asphaltierung (397.000 Euro) sind ebenfalls Teil der Vorlage. Der Parkplatz wird eine Kapazität von 235 Fahrzeugen erhalten. Das gesamte Areal soll mit einem Zaun eingefasst werden. Der Bebauungsplan muss dazu nicht geändert werden, die Kosten sollen im Wirtschaftsplan des städtischen Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft ausgewiesen werden, hieß es in der Vorlage abschließend.

Noch im vergangenen Monat drohte wegen der Haushaltskrise der Stadt der Stopp der Bezirkssportanlage auf dem Sürther Feld. Neben verschiedenen politischen Parteien hatte auch der StadtSportBund Köln (SSBK) die Ankündigung der Stadt massiv kritisiert. Hauptargument gegen den Bau der neuen Anlage waren die Folgekosten, die der Betrieb einer solchen Anlage nach sich zöge.


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