27. 05. 2012
Seite drucken
Blockade bei neuer Friedhofsfassung
Gegenstand ist die neue Friedhofssatzung sowie weitere
Satzungsbeschlüsse, unter anderem auch zu den Friedhofsgebühren. So
wurden beide Neufassungen trotz umfänglicher Nacharbeiten und
Beantwortung wichtiger Detailfragen seitens der Verwaltung im gestrigen
AVR „geschoben“, die Grünen meldeten Bedarf an. Zunächst sah es so aus,
als ob die Vorlage mit Friedhofssatzung und der nachfolgenden
Gebührensatzung „ohne Votum“ in den Rat geschoben werden könne. Das
hätte zur Folge gehabt, dass der Stadtrat am 25. September über die
Neufassungen abschließend beschlossen hatte. Durch den Antrag auf
Vertagung wird die Vorlage aber auf die nächste Ausschusssitzung im
Oktober geschoben. Maßgebliches Argument: „Am darauffolgenden Tag (also
am heutigen Dienstag) sei ja der Fachausschuss an der Reihe. Doch der
zeigte sich am heutigen Dienstag überrascht von der Entscheidung (oder
besser Nicht-Entscheidung) im AVR.
Entscheidung nach drei Anläufen überreif
Auf der heutigen Dienstagssitzung des Ausschusses Umwelt, Gesundheit
und Grün allerdings zeigte sich dessen Vorsitzender Götz Bacher (SPD)
äußerst irritiert vom Votum des AVR am Vortag. „Eigentlich ist diese
Vorlage beschlussfähig“, erklärte Bacher sichtlich enttäuscht. Sein
Unverständnis sei um so größer, als dass wichtige Fragen zum Beispiel
auch seitens der CDU-Fraktion von der Verwaltung umfassend beantwortet
bzw. kommentiert wurden. „Ich hoffe nicht, dass dies ein Kleinkrieg
eines Einzelnen darstellt“, deutete der Ausschussvorsitzende an. Die
Vorlage nahm nun bereits ihren dritten Anlauf und wird nun für einen
weiteren Monat aufgeschoben. Auch CDU-Ratsmitglied Dr. Michael Paul
zeigte sich verwundert. „Die Sache ist eigentlich überreif“, so Paul.
Und FDP-Vertreter Dr. Thomas Albach schließlich bezeichnete das
vorgelegte Friedhofsmodell samt entsprechender Gebührensatzung sogar
als „bundesweit vorbildlich“ und eine der „modernsten Aufstellungen“
überhaupt. Die Einzigen, die sich dazu nicht zu Wort meldeten, waren
die Grünen. Josef F. Terfrüchte, Leiter des Arbeitskreises Friedhof
konnte seinen Unmut kaum zügeln. „Ich bedaure die Verzögerung,
insbesondere weil nach diversen Rücksprachen mit der Verwaltung
ausreichend Zeit war“, erklärte Terfrüchte gegenüber Köln Nachrichten.
Aus seiner Sicht sei diese Verzögerung aber auch für die Kölnerinnen
und Kölner ärgerlich. Schließlich beinhaltet die Entscheidung, dass in
der Mehrzahl der Fälle nach dem neuen Gebührenmodell die
Friedhofsgebühren sogar sinken.

























