27. 05. 2012
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CDU-Fraktion fordert "Stresstest" für Rheinuferquerung
Die Querung der Rheinuferstraße ist weiterhin ein Thema im Stadtrat. Die CDU-Fraktion hat im Vorfeld der bevorstehenden Sitzung des Verkehrsausschusses einen "Probestau" gefordert. Die Verwaltung soll dazu aufgefordert werden, durch einen solchen Probestau neue Erkenntnisse für Schleichverkehre und Umwege zu gewinnen, begründen die Christdemokraten ihren Antrag. Außerdem soll diese Art von "Stresstest" Aufschluss darüber geben, welche Staulängen im Falle einer tatsächlichen ebenerdigen Querung auftreten werden. In einem entsprechenden Dringlichkeitsantrag wird die Verwaltung aufgefordert "einen Stresstest durchführen, der die vorgesehenen Ampelschaltungen realitätsnah abbildet", so die Begründung für diese Maßnahme. Bei diesem Stresstest soll auch der Verdrängungsverkehr in die angrenzenden Wohngebiete beobachtet und dokumentiert werden. Der frühere Ausschussvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Karsten Möring erklärt, warum die CDU-Fraktion kurzfristig einen "Stau auf Probe" auf der Rheinuferstraße verursachen will: "Ein Stresstest wird eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass wir, wenn wir keinen Straßentunnel bauen, nach Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn ein unbeschreibliches Stauchaos auf der Rheinuferstraße bekommen – jeden Tag und mehrere Kilometer lang", führte der CDU-Politiker aus. Möring und seine Fraktion fordern, dass dieser Test noch vor dem anvisierten Baubeginn im Mai dieses Jahres stattfinden soll, forderte Möring weiter.
"Wer den Stresstest erlebt, wird zum Befürworter eines Straßentunnels. Selbst die Grünen werden insgeheim dankbar sein, dass die CDU beharrlich auf dem Bau einer Vorsorgemaßnahme bestanden hat. Denn der Stresstest wird die Bewohner der Südstadt in Abgaswolken hüllen – ein Vorgeschmack auf die grüne Lösung ohne Tunnel", kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzender Winrich Granitzka ist überzeugt. Die CDU hatte zuvor immer wieder gefordert, vorbereitende Maßnahmen für eine Untertunnelung in die Realität umzusetzen. Im November stimmte dann sogar die SPD-Fraktion einer solchen Maßnahme zu, sehr zum Unmut des Koalitionspartners. Der Beschluss sieht jedoch bis auf Weiteres die Einrichtung einer Vorrang-Ampelschaltung vor. Zuvor war die Installation einer so genannten BÜSTRA vorgesehen.
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