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27. 05. 2012
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CDU kritisiert mangelhaftes Management der Stadtspitze


23.08.2010 21:29 von:

Schlagwörter: Köln,Eurovision Song Contest,2011,Bewerbung,Verzicht,Kritik,Oberbürgermeister,Ha

Die Kölner CDU-Landtagsabgeordnete Andrea Verpoorten hat die Absage der Stadt Köln, sich für die Austragung des Eurovision Song Contest zu bewerben, als "Trauerspiel” bezeichnet. Im Mittelpunkt der Kritik steht der amtierende Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters. Die CDU-Politikerin bemängelte, dass ihre eigene Initiative, sich gemeinsam mit anderen Akteuren für den Standort Köln als Austragungsort des Eurovision Song Contest stark zu machen, von der Kölner Stadtspitze nicht unterstützt wurde. Verpoorten, seit Mai dieses Jahres im Düsseldorfer Landtag und Mitglied im dortigen Kulturausschuss, hatte sich eigenem Bekunden nach direkt nach dem Sensationssieg von Lena Meyer-Landrut mit der Firma ihres Entdeckers Stefan Raab in Verbindung gesetzt. "Vom Oberbürgermeister kam nicht einmal ein Rückruf, geschweige denn ein Terminvorschlag", so Verpoorten weiter. Ähnlich wie der Politikerin ging es wohl auch einigen Verantwortlichen von Kölner Veranstaltungslokalitäten. Mit der offiziellen Begründung des Rückzugs will sie sich nicht zufrieden geben. "Das ist ein typisches Bürokraten-Argument."

Auch auf der heutigen Sitzung des Hauptausschusses war die Absage der Kölner Stadtspitze vom vergangenen Freitag Thema. Allerdings hatte nicht die CDU-Fraktion diesen Punkt auf die Tagesordnung gehoben, sondern die als rechtsextrem geltende Fraktion "pro Köln". Deren Vertreter in dem Gremium, Jörg Uckermann, hatte einen Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung gestellt und der Hauptausschuss hatte die Dringlichkeit – entgegen der üblichen Gepflogenheiten – nicht abgelehnt. Doch eine Diskussion kam nicht zustande. Zwar hatte Uckermann und seine Fraktion die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den Verantwortlichen geeigneter Spielstätten gefordert. Aber weder die Christdemokraten im Hauptausschuss noch die anderen Fraktion reagierten auf den Vorstoß der Rechten. Der Antrag selbst wurde gegen die Stimmen von "pro Köln" mit großer Mehrheit abgelehnt. Am vergangenen Freitag hatte Roters bekannt gegeben, dass keine der drei großen Veranstaltungsarenen im kommenden Frühjahr sechs Wochen Zeit habe, die Räumlichkeiten für den europaweit ausgestrahlten Großevent verfügbar zu haben. Der Kommentar der Kölner CDU-Politikerin hingegen fällt eindeutig aus: "Jürgen Roters – Null Punkte", so Verpoorten angesichts der geforderten Management-Qualitäten.

Für die Position des Oberbürgermeisters spricht hingegen die Terminplanung von zwei der möglichen Betreiber. So sind beispielsweise in der Kölnmesse in dem geforderten Zeitraum zwischen dem 4. April und 17. Mai gleich sechs Veranstaltungen eingeplant, darunter die Kunstmesse ART Cologne (13. bis 17. April 2011) und die Rolllenspielmesse Role Play (7. und 8. Mai 2011). Auch die Multi-Funktionsarena lanxess arena ist in diesem Zeitraum bereits für mehrere Events gebucht. Neben einem Zusatztermin für den Standup-Comedian Mario Barth (14. April), der Schlagernacht (16. April) finden am 9. April auch zwei Vorstellungen der Erfolgs-Revue "Apassionata" statt. Immerhin müssen die Kölner nicht ganz auf die 19-jährige Sensationssiegerin von Oslo verzichten. Lena wird am 29. April in der lanxess arena ihre Live-Tournee beenden, wie der Veranstalter auf dem Veranstaltungskalender mitteilte.







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