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27. 05. 2012
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CDU übt Kritik an Ausbauplanungen zur U3-Betreuung


09.11.2011 17:15 von:

Schlagwörter: Köln,Jugendhilfeausschuss,2011,November,Tagespflege,Kitas,Ausbau,Betreuungsplätz

In der gestrigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) hat die CDU-Fraktion die Beantwortung einer Anfrage unter Tagesordnungspunkt 2.2 zum Anlass genommen, die zuständige Dezernentin anzugreifen. Bezogen auf die Zielplanung für das Kindergartenjahr 2013/2014 mit den dann notwendigen 11.500 Betreuungsplätzen äußerte der jugendpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Dr. Helge Schlieben (CDU), Zweifel an der Realisierbarkeit. Tatsächlich wies die Stadtverwaltung in ihrer Antwort darauf hin, dass man derzeit statt der geplanten 8690 nur 8106 Betreuungsplätze vorweisen kann. „Ich finde es fraglich, ob man das schaffen kann. Mich überzeugt das nicht. Wir sollten lieber jetzt darüber reden als 2013“, erklärte der CDU-Politiker. Hinzukomme, dass man sich diese Differenz erst mühsam aus dem Zahlenmaterial herausarbeiten müsse. "Ich wünsche einen Soll-Ist-Vergleich", legte Schlieben nach.

„Ich bin der Auffassung, dass wir es schaffen können“, entgegnete Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein und verwies auf die bereits erzielten Erfolge. So werde die Versorgungsquote bereits in Kürze an der 30 Prozent-Marke landen, vorausgesetzt, die Verwaltung legt mit der Bereitstellung neuer Betreuungsplätze nach. Dabei hat Köln vor allem hier noch Nachholbedarf. Im Frühsommer vergangenen Jahres hingegen fehlten der Stadtverwaltung noch ausreichend Stellen, um die Qualifizierung arbeitswilliger Tagesmütter formal abzuschließen. Mitte Juni 2010 meldete die Stadt dann Vollzug, nach mehreren Monaten. Dabei ist die Stadt mitten in der laufenden Arbeit. Ein Mitarbeiter der Fachverwaltung kündigte an, dass rund Tagespflegepersonen kurz vor dem Abschluss ihrer Qualifizierung stehen. Weitere 100 Plätze kommen an stationären Kitas noch bis Jahresende dazu. „Wir werden die Lücke schließen können“, so das Versprechen der Verwaltung.

„Wir werden das pragmatisch und zielführend begleiten und Sind schon auf einem guten Weg. Deshalb sollten nicht verzagen und positiv denken“, appellierte der Ausschussvorsitzende Dr. Ralf Heinen (SPD) an die Mitglieder im Ratssaal. Allerdings gibt es noch eine weitere Schwierigkeit. So habe sich mit dem geänderten Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen für viele Kinder die Situation geändert. Sie können nun nicht mehr frühzeitig – wie bisher - in die Schulen kommen. Folge: Sie bleiben länger in den Kindertagesstätten und erhöhen so den Bedarf. Ulli Volland-Dörmann von der Liga der Wohlfahrtsverbände regte an, noch einmal grundsätzlich über die Finanzierung von Kindergärten nachzudenken. „Das Ausbauziel muss höher sein“, so die Forderung, die auch von der Stadtspitze geteilt wird. Eine 60-prozentige Quote in den besonders kinderreichen Vororten müssten es dann schon sein.

Im laufenden Kindergartenjahr will die Stadt insgesamt 1161 neue U3-Betreeungsplätze schaffen. 661 dieser Plätze sind in Kindertagesstätten vorgesehen, 500 entfallen nach den vorliegenden Planungen der Stadtverwaltung auf Tagesmütter oder –väter. Die damit angestrebten 8690 Plätze entsprechen einer Versorgungsquote von knapp 30 Prozent. 6870 dieser Plätze sind in den stationären Einrichtungen, 1820 in der Tagespflege. 2006/2007 lag die Zahl der Betreuungsplätze in Köln noch bei rund 2400, wie das städtische Presseamt am gleichen tag meldete.







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